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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 611

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die Namen der Frankfurter Juden bis zum Jahre 1400
Date
1911-01-01
Page
Seite 611 (sequence 12)
Language
German
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Öie Kamen der Frankfurter Juden bis zum Jabre 1400, 611 der Rote1), Gumpert weißhäuptig2); Abraham führt den Beinamen Bart, wahrscheinlich von seinem langen Barte8), ein anderer heißt bloß Nasin; auch hier ist der eigentliche Name verdrängt worden. Jacob Halpbart, Haipart, hat wohl den Beinamen ebenfalls seines Bartes wegen erhalten51). 3. Der Zusatz ist ein Spitz- oder Spottname, so Goldknöpf (auch bei Christen um diese Zeit) wie Heilmann Goldknopf5) (Gerichtsb. 1343), Raubir, Reibir, wie Abraham Raubir (Gerichtsb. 1344), Tufel, wie Jakob Tufel (Gerichtsb. 1393), Abraham Dyfil (Gerichtsb. 1367), Lebekuchin, wie Natan, filius Lebekuchin (Gerichtsb. 1344 und 1380). Hier hat ebenfalls der Beiname den eigentlichen ersetzt. Es findet sich auch der Beiname Hedorn, dessen Bedeutung nicht klar ist6); ebensowenig wie die von Pietsch bei Salman Pietsch und die von Crasch, Craschin, bei Joseph Craschin. 4. Auch Beinamen, von Tieren genommen, finden sich hin und wieder, so Fischelin,wie Salman Fischelin,Gans,Gänschen, Geißchen,wie Seligman Gans (Gerichtsb. 1391), später tritt dafür nur Gans auf; ferner J(y)sfugel, so Ansei Ysfugil (Gerichtsb. 1389) oder Jsfugel, der Diener Senderlins (Gerichtsb. 1346) oder bloß Isfugel (Gerichtsb. 1395 und 1400) in gleicher Weise Eichhorn und Voss. Beide sind Söhne der Zorline (Gerichtsb. 1394—1396), der erste Name bezieht sich wohl auf dessen körperliche Beweglichkeit, der zweite auf seine Schlauheit1). 5. Die Beinamen beziehen sich auf den Beruf und das!) Gerichtsb. 1375. *) Wizhoubit a. a. O. 1348. *) ,Abraham dictus Bart a. a. Q. um 1330. *) Gerichtsb. 1346. יי) S. Salteld, .S. 395. •) Auch die Form Heydorn, vielleicht aus Hagedorn, ,X Vielleicht geboten hierher die Frauemamen merlin und Spring Güdemann führt jenen, wie bereits erwähnt, auf mhd. merlin Amsel zurück, Zunz (s. Salfeld, S. 415) und Berliner auf Sprinze Sperber^ 39* *

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