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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 589

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die Tefilla für die Festtage
Date
1911-01-01
Page
Seite 589 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Die Tefilla für die Festtage. 589' wir die Ursache nur in dem fragmentarischen Charakter unserer Handschriften zu suchen; denn es ist nicht einzusehen, weshalb das, was drei verschiedene Handschriften für ein Fest bieten, bei der sonstigen Übereinstimmung nicht auch für die anderen Feste gelten soll. 4. Auf die Verse folgt die Bitte או״א גלה כבוד מלכותך wiederum wortgetreu nach M. Sofrim, alle Verbesserungs- Vorschläge werden hinfällig. Die Fassung von גלה ist die aus ומפני חטאינו bekannte, allerdings mit zwei Varianten, die religionsgeschichtlich von höchster Wichtigkeit sind. Der Gedanke des Gottesreiches tritt in den Handschriften weit kraftvoller hervor; am Anfang fügen sie מלוך על ישראל עמך hinzu und am Schlüsse den universalistischen Satz ויאמרו מעשיך ד׳ [אלהיישר׳] מלך ומלכותו בכל משלה, den wir bisher als. Eigentümlichkeit der Tefilla für das Neujahrsfest zu betrachten pflegten, der aber hier an allen Festtagen wiederkehrt. Der Zweck der Sammlung der Zerstreuten ist nach diesen Texten nicht die Wiederherstellung der Opfer, sondem die Errichtung des Gottesreiches auf Erden. 5. ,Auch die Einleitung zu יעלה ויבא stimmt in den Handschriften genau mit den Angaben von M. Sofrim .אנא ד אלהיגו. Das Stück selbst zeigt einige Varianten gegenüber der bekannten Fassung, Kürzungen und Erweiterungen, die darauf schließen lassen, daß der gemeinsame ursprüngliche Wortlaut wesentlich einfacher war. Der Abschluß .כי אל חנון ורחום אתה לבדך גקראת ist nicht völlig unbekannt, wir finden ihn, wenigstens als Variante, im Machsor Romania ebenfalls für die Festtagstefilla. Den daran anschließenden Satz mit der Bitte ויהי יום... סוף וקץ לכל צרותינו תחלה וראש לישועתנו hat:, außerdem auch der seph. Ritus im Mußaf für den Neumondstag. Es ist ganz seltsam, wie mitunter einzelne Sätze der Gebete versprengt wurden1).!) Das Mußaf für den Neumond hat in den Handschriften der Oenisah ebenfalls die hier beschriebene Form; das soll ein andermal, daher ausgeführt werden.

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