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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 571

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die Wortführer des Judentums in den ältesten Kontroversen zwischen Juden und Christen
Date
1911-01-01
Page
Seite 571 (sequence 17)
Language
German
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571 Kontroversen zwischen Juden und Christen. Wß!t$chöpfer gekannj, darzRl^gen wnd lügt w$rpend hinzu : »Hüte dich aber, Sonne oder Mond zu nennen, da ja geschrieben steht, daß Gott den Heiden gestattet habe, sie als Götter anzubeten.« — »Die Propheten,« so fährt er fort, »bedienen sich oft solcher Redensarten, sie sagen beispielsweise: dein Gott ist ein Gott der Götter und ein Herr der Herren, mit dem Zusatz : der Große, der Mächtige, der Furchtbare. Oft, sage ich; aber sie nennen sie nicht Götter, als ob sie es in Wirklichkeit wären, sondern nach der Lehre, die wir von der gesunden Vernunft erhalten haben, daß der Gott, der Alles geschaffen, allein der Herr aller sogenannten Götter und Herren sei. Denn daß er selbst die Bezeichnung »Götter« tadle, bezeugt der heilige Geist durch David : »Die Götter der Heiden, die vermeintliehen Götter, sind Bilder der Dämonen«. Er spricht sogar den Fluch aus über jene, die solche machen und über, ihre Anbeter«1). Und da Justin ihm Stellen aus der Schrift vorführt, die seine Behauptung von der Existenz einer zweiten Gottheit zu bestätigen scheinen, ruft er, sichtlich geängstigt aus : »ich weiß nicht, was ich dem gegenüber von den Worten des Jesaia denken soll, nach welchen Gott seine Herrlichkeit keinem andern überlassen wolle, sprechend: Ich bin der Herrr und Gott, dies ist mein Name. Ich will meine Herrlichkeit keinem andern geben noch meine Vollkommenheit.«2) Und im Verlaufe der weiteren Ausführungen Justins fällt er, förmlich aufschreiend, diesem ins Wort: »Heilig ist, was Gottes ist! Eure Erklärungen *} Dial. c. 55. *) Dial. c. 65. Auch der Jude des Euagrius beginnt seine Kontroverse mit der Einheit Gottes, sprechend : Sacri venerandique Deuteronomii vox resultans dielt: Videte, quonrnm ego sum, et non est alius praeter me deus? Et Esaias dicit: Ego primus et ego novis simus, et praeter me non est deus. — Quid illtid quod ait: Praete־ me non est deus? — Ergo tuduos deos facis. Cf. Altere. Sim. I, 4—6,

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