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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 563

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Die Wortführer des Judentums in den ältesten Kontroversen zwischen Juden und Christen
Date
1911-01-01
Page
Seite 563 (sequence 9)
Language
German
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Kontroversen zwischen Juden und Christen. 563 Schrift war. Celsus spricht in verächtlichen Ausdrücken von ihr: sie sei von der Art, daß sie geeigneter sei, den Leser zum Mitleid und zum Unwillen als zum Lachen zu reizen, und er verspüre keine Lust, derartige Dinge zu widerlegen; die Torheit derselben müsse einem jeden, der Geduld genug habe, sie zu lesen, in die Augen springen1). Darauf erwidert Origenes: Celsus habe sich aus den vielen guten Werken, in denen die heilige Schrift geistig ausgelegt werde, eines der schwächsten ausgesucht, welches zwar gut genug, den gemeinen Mann und. die Einfältigen im Glauben zu stärken, aber wenig oder nichts beitrage, verständige Leute zu überzeugen. »Ich wollte,« so fährt er fort, »daß derjenige, der da hört, wie dreist und hochmütig Celsus von der Streitschrift des Jason und Papiscus über den Messias urteilt, dieselbe in die Hand nehmen und in Geduld durchlesen möchte. Ich bin überzeugt, daß er das Urteil unseres Widersachers verwerfen und nichts darin finden würde, das Mitleid und Unwillen verdient. Wer sie unvoreingenommen liest, findet nicht einmal etwas darin, was lachenswert wäre: Ein Christ streitet mit einen! Juden unter Zugrundelegung der heiligen Schrift, die auch bei den Juden für göttlich gehalten wird und zeigt ihm, daß die Weissagungen betreffs des Messias in der Perspn Jesu erfüllt seien. Der Jude wehrt sich mit nicht gewöhnlichem Eifer und spielt in der Tat die Rolle des Juden recht geschickt«. Damit wir aber keinen Augenblick in Ungewißheit seien über die Herkunft der in diesem Dialog handelnden Personen, erhalten wir hierüber von Celsus so greifbare Andeutungen, daß wir diese Altercario auf den ersten Blick schon als ein jüdi sch-helle nisti sch es Produkt erkennen müssen. Celsus verurteilt gelegentlich in schärfster Weise die allegorische SchriftausJegung der gebildeten Juden, worunter er, wie Örigenes hier kommentiert, die Auslegupgsl) Pas? 5 oi«v H **t Il«w(0510y Ttvd; km ’lä.<7<1vo? Eyvwv, ou ylT.tö'uos, älXa jxäXXov xori jxtcou? ä^lotv xt\. 36'

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