Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 4)
- Language
- German
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506 Besprechungen. meföräü, patüah etc. Nun ist bei der Peiihä nicht ein Wort, sondern gewöhnlich ein Komplex von Worten, ein Satz, ein Abschnitt gedeutet, erklärt. Die Peiihä ist eine weitere Fortsetzung, eine Ausbildung der einzelnen Wortetklärung — übertragen auf ein Ganzesפתח ״ folgt äuf den zu erklärenden Satz A und erst die im Satz B enthaltenen Deutungen (a־pb-f״c etc.), insoferne sie abgeschlossen sind und ein neues Licht auf das Ganze werfen, bilden die Peiihä, das »Aufschiußgeben« über den noch nicht oder nicht so verstandenen Satz A. Daher gehört zum Wesen der Petihä eine Inclusio, d. b. die Erklärung in B, die A zu deuten haben, müssen am Ende in A (mit oder ohne eine hiefür geprägte Formel) einmünden, ein in sich eingeschlossenes Ganzes sein. Das Schema ist: A=B« Also B=A. Oder aufgelöst: A==B (===a־־|־־b+c etc.) Somit (a-f-b-j-c etc. =) B=A. abc sind die Deutungen der einzelnen Satzglieder des gedeuteten B, welches im Ganzen genommen als Erklärung dem A dienen soll,« Ich empfehle doch die immerhin leichter verständliche Dar- Stellung der Pethichot, die genaueren Angaben über ihre verschiedenen Arten (die einfachen, erweiterten, zusammengesetzter.), über die In* troductions* und Schlußformeln usw. in meiner Abhandlung in der Monatsschrift a. a. O. S. 108 ff., 164 ff., 271 ff., wie bei Lerner a. a. O. S. 16 ff., S. 129 ff , bei Bloch a. a. O. S. 175 ff., 210 ff. und Maybautn a, a. O. 3. 14 ff. — Die Erklärung KünstlingePs trifft schon bei so vielen einfachen Pethichot nicht zu, und bei den zahlreichen zusammengesetzten Pethichot, die zumal in der Pesikta die Regel bilden, und die aus mehreren vermittels der Formel ד״א oder auf eine andere Weise verbundenen Teilen oder Gliedern bestehen, findet sich doch erst in dem Schlußgliede die Beziehung zu dem Schrift' verse, der an der Spitze der Parascha oder Piska (HomiHe) steht! Eine solche Peihicha ist schön in der Piska ויהי ביום כלת משה enthalten, der ersten Piska der Pesikta d. R. K., welche Künstlinger zum Ausgangspunkte seiner Untersuchung diente. Es ist die Pethicha über Prov. 30, 4 (Pesikta S. 5 a f.; vgl. auch Pesikta rabbaii S15 ־a f־, Bamidbar rabba Kap. 12, Nr. 11 und Midrasch Mischle Kap. 30.) מי עלה שמים וירד מי אסף! רוח...מי,עלה שמים זה הקב״ה הכתיב בו עלה. אלהים בתרועה וירד וירד הי על הר סיני מי אסף רוח אשר בידו נפש כל• חי ורוח . ....טי צרר מים צורר מים בעביו... ד״א מי עלה שמים -מי הוא זה שתפילתו עולה לשמים ומוריד הגשמים [זה שהוא מחלק מעשרותיו בחפניו. מי צרר מים ....] זה שא״נו. מחלק מעשרותיו ... ד*א מי עלה שמים זה אליהו .... ד״א טיעלה שמים זה משד. דכתיב בו.ומשה עלה אל האלהים וירד וירד משה מן הה" מי א ם ף! ר ו.ה בצאתי את העיר מי צרר מימנצבו במו נד גיזלים. מי הקים. כל.,ו,אפסי ארקזהאהל מועד. ..לבך נאמר ויהי ביום כלת משה... (vrgl. Monatsschrift 1879, S. 172). Nach Künstlinger freilich bilden