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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 470

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 470 (sequence 7)
Language
German
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470 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Z eitalter wurde Oberhaupt der von Neuem errichteten Schule von Sura*), die also aus ihrer eigenen Mitte entweder keinen geeigneten Vertreter mehr stellen konnte, oder aber auch in der scheinbaren Selbständigkeit ganz abhängig war von der einst mit ihr nicht vollständig gleichberechtigten pumbaditanischen Jeschiba. Nur so ist es auch zu verstehen, daß dasjenige, was an Spenden einging, von Scherira zum größeren Teil für Fumbadita beansprucht wurde, im Allgemeinen aber die auswärtigen Gemeinden, die wohl über die Verhältnisse in Sura im Unklaren waren, Samuel nicht die richtige Anerkennung zollten* 2 * * * * *) und darum mit ihren Geldbeiträgen sehr zurückhieiten. Erst kurz vor dem Tode Scherira's kam ein Ausgleich zustande, dahingehend, daß fortan die ohne nähere Bestimmung eingehenden Gelder je zur Hälfte für Sura und Fumbadita verwendet werden sollten. Seine Krönung fand dieses Übereinkommen dadurch, daß Ha! eine Tochter Samuel’s zur Gattin — vermutlich in zweiter Ehe — nahm8). ln seinem Schreiben bemerkt nun Samuel ben Chofni, daß er den Bevollmächtigten und Inkassanten der Hochschule in Kairuän, Joseph ben Berechja, in diesem Sinne geschrieben habe, der auf seine Bitten hin dazu ernannt ג) Vgi. Harkavy in חדשים ונם ישכים No. 7 (Beigabe zu Rabbinowitz דברי ימי ישראל IV), S. 9. Indessen ist aus den Worten des in JQR. XIV S. 30S veröffentlichten Fragments 212 entnehmen, daß noch vor Scherira's Tod die Wiederanfrichtung Sura’s mit Samuel b. Hofni erfolgte. 2) Dies geht aus den Worten am Eingang des genannten Fragments hervor: כי אנחנו גדולי הישיבה ווקיניד, איין נדול ממנו בחכמה ובשנים זיקני הישיבה וחכמיה עמנו ליושבים לפניני, ein Selbstiob, das nur in diesem Sinne verstanden werden kann. (Vgl. auch in den Nachträgen). *) Vgl. a. a. O.: ואף כי נעשה שלום גמור בינינו ובין מדרב שרירא גאון רי׳־ת טרם אסיפתו בשדם ועם גאון בני יאמצהו מנגו הוא התחתן כנו ייקח בתנו ויכתבו בינינו תנאים בשמנו ומהם כי כל הנדבות הבאית בשם בל אחד ממנו יהיו לו לעצמו וא־ן לאחר עמו ואשי יבא סתם או בשמות חכמי הישיבה יהיו חלוקים חצים לנו והחצי לחתגנד♦ Auch aus den letzten Worten ist zu entnehmen, daß die auswärtigen Gemeinden noch immer an eine Unheil der beiden Jeschiboth dachten.

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