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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 414

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Das Laubhüttenfest Chanukka
Date
1911-01-01
Page
Seite 414 (sequence 15)
Language
German
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-414 Das Laubhüttenfest Chanukka. »dem angeblichen ersten Briefe den angeblichen Inhalt: »Und nun, damit ihr die Tage der Zweige feiert im Monate Kislev (v. 10) im 188. Jahre — (wir zu Jerusalem .... wünschen dem Aristobul... Heil), Der Inhalt des Briefes wäre zu kurz, um vollständig zu sein, es ist nicht einmal gesagt, auf welchen Tag denn das Fest fällt Aber auch nach den Verteidigern der Einheit fehlt zum mindesten ein: »schreiben wir euch« und selbst dann kann ich mir den hebräischen Text kaum vorstellen. Man vermißt auch die Worte »za! aü-roU »damit a u c h ihr feiert«, die unmöglich hätten fehlen dürfen. Korrumpiert ist der Text also auf alle Fälle und am -einfachsten ließe er sich auf folgende Weise herstellen. Wir ziehen das kxI vGv zu dem e׳rou? oySovikogtou v.7.1 6י800ץ>, wo es jedenfalls hingehört. Nach v. 8 aber erwartet man unbedingt: und w i r feierten die Sokhottage ונעש ימי הסוכות בהדש כסלו (eventuell passivisch ר?&י). Sobald der Grieche hier die 2. Person plur. las, war die Konfusion da, die auch die Umstellung des ועתה (v.al v3v) herbeiführte. Der erwähnte Brief enthielt also damals nur eine einfache Mitteilung der Geschehnisse, noch nicht eine direkte Aufforderung zur Festfeier, wenigstens wird dies nicht direkt »gesagt Erst jetzt werden die ägyptischen Juden offiziell zur Beteiligung an der Festfeier eingeladen. Eine fernere Schwierigkeit bildet die Erwähnung des Juda in v. 10. Im Jahre 188 Sei. konnte Juda Makkabbi nicht mehr an die Ägypter schreiben, er lag seit 36 Jahren im Grabe. Man hat mit Recht darauf hingewiesen, daß aber gamicht Juda Makkabbi oder eine sonstige nähere Bezeichnung dasteht, nur hat man zu gewaltsam einen anderen Namen oder einen anderen minder berühmten Mann dafür einsetzen wollen. Die syrische Übersetzung löst hier die Schwierigkeit sozusagen spielend, sie schreibt: סנא דיהודא also nicht: die Gerusia und Juda, sondern die Gerusia von Juda, das jüdische Synhedrium. Da man ohne weiteres berechtigt ist, Aramaismen in dem Briefe anzunehmen,

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