Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Das Laubhüttenfest Chanukka
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 413 (sequence 14)
- Language
- German
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Des Laubhüttenfest Chanukka. 413״ schreibt man wohl ab, aber man macht sie nicht aus freien SLücken selbst. Ein Autor, der das Chanukkafest ein Fest der Zweige nennt, muß sehr alt sein, wahrscheinlich älter־ als der Verfasser des I. Makk., der diese Bezeichnung nicht mehr kennt. Jedenfalls ist ein hebräisches (aramäisches) Original von lason (oder vom Epitomator) ins- Griechische übersetzt worden, und zwar ziemlich treu, denn, er übernimmt ohne einen erklärenden Zusatz den Ausdruck־: *die Tage der Hütten«, einen Ausdruck, den er selbst nicht verstand. Aber trotz dieser verhältnismäßigen Sorgfalt trafen alle Leiden einer Übersetzung das unglückliche, seitdem arg verkannte Dokument. Bereits Graetz (Geschichte der־ Juden 111 Note 10) und Torrey haben unter der Voraussetzung eines hebräischen Ursprungs die Einheit und Historizität des Sendschreibens behauptet, die Einheit verficht: auch Niese (Kritik der beiden Makkabäerbücher S. 10 ff.), obwohl er meint, daß der Epitomator das Schreiben verfaßt hat. Gegen die Einheit des Schreibens scheinen nur drei Stellen zu sprechen, ln v. 7 heißt es: »Während der Regierung des Demetrius im 169. Jahre haben wir Juden an euch geschrieben in der höchsten Drangsal, die in jenen Tagen über uns kam, seitdem lason .... abtrünnig ward, v. 8. Da beteten wir zum Herrn und wurden erhört.« Wir־ haben es keineswegs nötig, mit Niese eine besondere Not für das Jahr 169 ausfindigzu machen. Durch die Annahme,״, daß hinter dem »כתבנו לכם wir haben geschrieben« »לאמור folgendermaßen« ausgefallen Ist, erklärt sich der Vers oder ־ vielmehr n u r so ist er erklärbar. Ohnedem ist der ganze Passus nicht zu konstruieren, man müßte denn die sämtliehen Verba: wir beteten, wurden erhört, opferten usw. in den Nebensatz einschachteln und bekäme selbst so keinen Sinn. So dagegen sagt der Autor einfach genug: ln der Trübsal beteten wir (im hebräischen durch das r consecutiyum eingeleitet. Ähnlich Graetz, der כי ergänzt,., das hinter לכס nicht so leicht ausfällt wie לאמי), v. 9 gibt nun*