Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Das Laubhüttenfest Chanukka
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 412 (sequence 13)
- Language
- German
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•412 Das Laubhüüeuiest Chanukka. :nicht durch. In Judäa selbst bevorzugten die Pharisäer itn •Gegensatz zu Chanukka das alte Weihefest, bis durch den *U ntergang der Hasmonäer auch diese Partei das Fest übernahm und die nichtbiblischen Zeremonien des Sukkotfestes auf Chanukka übertrug. Welchem Feste die illumination ursprünglich zukam, vermögen wir nicht mehr zu entscheiden, Es ist möglich, daß Herodes die Feier des m&kkabäischen Festes zurückzudrängen suchte und die Tempeliliumination verhinderte; hatte er doch die Einweihung des von ihm restaurierten Tempels auf den Tag seines Regierungsantrittes gelegt (Jos. Ant. XV 11,6). Als Reaktion hiergegen eroberten sich die Chanukkalichter das Haus und überdauerten infolgedessen den Tempel, während die Illumination am Sukkot auf den Tempel beschränkt blieb und daher mit diesem zugleich ihr Ende fand. Der Name des Festes schwankte zunächst, es hieß die Tempelreinigung, dann nach dem benutzten Symbol das Fest der Zweige, als diese Sitte abkam, das Lichtfest und endlich das ■Erneuerungsfest hyxsavU und Chanukka. Kehren wir nunmehr zu dem Dokument zurück, von dem wir ausgegangen waren, zu dem il. Makk. und unter- :suchen wir, ob sich auf Grund der neuen Erkenntnisse etwas für die Beurteilung des einleitenden Briefes ergieöt. Die Frage ist die, ob der Brief echt ist, d. h. ein D&- kument bildet, das die palästinensischen Juden wirklich an die ägyptischen Brüder geschickt haben, oder ob er die freie Komposition eines Schriftstellers ist, der die Tatsache des schriftlichen Verkehrs kannte, sei dieser nun lason von Kyrene, dessen Werk dem II. Mak. zu gründe liegt, oder der Epitomator, wie man den Verfasser des II. Makk. zu nennen pflegt, der das Werk lasons verkürzt und überarbeitet hat. Mit dem von uns nachgewiesenen Übersetzungsfehler fällt nun die Möglichkeit einer freien Komposition durch einen griechisch schreibenden Autor fort, Schwierigkeiten