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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 409

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Das Laubhüttenfest Chanukka
Date
1911-01-01
Page
Seite 409 (sequence 10)
Language
German
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Das Laubhüttenfcst Chanukka. 409 lesen sich auf überraschende Weise alle die Rätsel, die ains bisher beschäftigt haben. Man nannte Chanukka in beabsichtigtem Gleichklang Chag ha-Sokhot, das Fest der Zweige, und man ahnte nicht, welche Verwirrung man mit dem hübschen Wortspiel anstiftete. Als der Name des Festes Verschwand, mußte jeder, der die Quellen las, aus dem völlig gleichgeschriebenen Worte (das hinzugefügte oder fehlende ו spielt keine Rolle) das bekannte Chag ha suk~ koi das Hüttenfest, herauslesen, und bei der Übersetzung ins Griechische wurden die sokhot zu cotx«׳ra; die Zweige .zu Zelten. Einen schlagenden Beweis für die Richtigkeit dieser Erklärung liefert die Stelle II. Mak. 10, 6. Dort stand;ursprünglich in der hebräischen Quelle: Und voller Freude ־feierten sie die acht Tage der Zweige, und trugen darum ׳mit Laub umwundene Stäbe (der Syrer übersetzt hier wie auch sonst סוכא) und schöne Reiser und Palmzweige. Das ist uns jetzt völlig verständlich. Der griechische Übersetzer las aber hier wie auch an den Stellen I, 8 und 18 *םוכוי »Hütten«, und da nunmehr der Nachsatz unverständlich war, besonders das »darum*, so schob er eine allerdings sehr gezwungene und ungenügende Erklärung ein mit den Worten, »indem sie sich erinnerten, daß sie noch vor kurzer Zelt während des Laubhüttenfestes, wie die wilden Tiere in den Bergen und Höhlen ihr Leben gefristet hatten.« Zugleich aber mußte er die Stelle verbessern, indem er statt sacht Tage des Hüttenfestes* »acht Tage nach Art des Hüttenfestes* schrieb1). sieben werden. Da es sich um das Laubliütteiifest handelt (vgl. המין ח1ננ;), Hegt der Gedanke an den Feststrauß, die Zweige nahe (ארד סועד ב•‘ת אלי■. Ich ziehe am Feste zum Gotteshaus?) נ) Vielleicht darf man bei dieser Gelegenheit auch auf eine Stelle des ersten Mak. hinwelsen, an der von Kränzen in Verbindung mU dem Chanukkafest die Rede ist. Es heißt I Mak. 4, 57: sie schmückten die Vorderseite des Tempels mit goldenen Kränzen und mit Schildchen. Ist diese Stelle richtig überliefert? Woher bekam man *goldene Kränze«: mit einem Male her? Welch außerorderü-

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