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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 404

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Das Laubhüttenfest Chanukka
Date
1911-01-01
Page
Seite 404 (sequence 5)
Language
German
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404 Das Laubhuttenfest Chanukka. Rolle1). Und endlich ist die Art der Feier bei beiden Festen dieselbe. Nur werden am Chanukka Lichter angezündet, und das ist beim Hüttenfeste nicht der Fall. Aber wir wiesen bereits darauf hin, daß diese Sitte für die älteste Zeit nacht nachweisbar, und, wie wir gleich hinzufügen dürfen, an dieser Form auch wenig wahrscheinlich ist Die Anknüpfung an das erstmalige Entzünden des Tempelleuchters paßt gut, aber man muß bedenken, daß ungleich wichtiger als das Licht in der Lampe ein andres Feuer für das jüdische Volk gewesen ist, und das war das Feuer auf dem Altar.; Hätte es sich nun darum gehandelt, irgend welche der Tempeleinweihung analoge Symbole aufzufinden, dann. wären die Freudenfeuer auf den Bergen der Wichtigkeit des Altars entsprechend passender und auch für ein freies Bauernvolk angemessener gewesen als die Lampen, die. mehr auf eine städtische Bevölkerung hindeuten. Wir finden jedoch in unseren Quellen nicht die leiseste Andeutung,, daß jemals Chanukka auf eine solche Art gefeiert worden wäre, denn die einzige Steile, in der Chanukka ein Fest des Feuers genannt zu werden scheint IL Mak. 1, 18, ist verderbt. Nur so viel können wir mit Sicherheit behaupten,, daß es dort irgendwie mit dem Feuer verknüpft wird. Um zur Feier des Festes zu ermuntern, wird eine sagenhafte *) Nach I. Kön. 8,2 werden die Israeliten am Feste versammelt*, d. h. also am 15. Tischri. 7 und 7 Tage wird gefeiert, d. h, wohl sieben Tage Hüttenfest und sieben Tage Einweihungsfest, am achten des letzten Festes wird das Volk entlassen, d. i. am 29. Das Schlußfest wird nicht erwähnt. Nach der Chronik II 5, 3 wird Israel am. Fest versammelt, dagegen nach 7, 9 hielten sie am Schlußfest eiae- Festversammlung ab — das Fest der Altarweihe hatte bereits wir dem Hüttenfest stattgefunden — und v. 10 wird das Volk am 23.. Tischri entlassen. Hierbei wird der Versöhaungstag vergessen. Analog; wird Esra 3, 4 nach der Erbauung des Altars zuerst die Feier des Laubhüttenfestes erwähnt, erst v. 6 wird nachgetragen, daß bereits vom ersten Tischri an geopfert wurde. (Vgl. auch III. Esr. 5, 53.) Auch an die Erbauung der Mauer durch Nehemia schließt sich der,- Tischri und das berühmte Laubhüttenfest. Neh. 8, 14 ff.

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