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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 402

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Das Laubhüttenfest Chanukka
Date
1911-01-01
Page
Seite 402 (sequence 3)
Language
German
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402 Das Laubhütteufest Chanukka. Form gegossen. Wie weit dabei heidnische Gebräuche, das Fest der Wintersonnenwende, mitspielen, ist nicht zu sagen. Für die Juden war der gegebene Anknüpfungspunkt das erstmalige AnzUnden des Tempelleuchters. Das Wunder mit dem Ölkrüglein sollte nur die achttägige Dauer des Festes erklären1). Eine ganz merkwürdige Auffassung von dem Chanukkafeste hat nun aber das II. Makk. Es bringt das Fest in eine auffällige Verbindung mit dem Laubhüttenfest, eine Schwierigkeit, die bisher im Allgemeinen hingenommen wurde, ohne als solche empfunden zu werden. Sehen wir uns die betreffenden Stellen einmal an. ln c. 1,9 in dem sogenannten ersten Briefe der palästinensischen Juden an ihre ägyptischen Brüder heißt es: xxi vüv ha x־p״1׳fs va; rpipoc? Tvfc <rj«)v07nry{ac toü X<x<ts>.sü avjvo; und nun feiert die Tage des Hüttenfestes des Monats Kislev. Es wird also hier ausdrücklich Chanukka nicht etwa dem Hüttenfeste nur verglichen, sondern direkt so genannt. Die zweite verderbte Stelle in dem sogenannten zweiten Briefe des Makkabäers Juda an die ägyptischen Juden lautet (II. Mak. 1, 18) : ha. ym\ xötoI &y7]TS ׳rvfc (<!>?) axvivoTCviyia׳; xod vou ׳nrupo? damit auch ihr.des Hüttenfestes [und des Feuers] feiert. Man ergänzt: die Tage oder auch: nach Art der Tage, in jedem Falle ist hier wieder Chanukka Laubhüttenfest genannt, und nur weil die Stelle so wie so verderbt ist, hat man bisher auf die Lösung der Schwierigkeit verzichtet. Endlich an einer dritten Steile erfahren wir, was Chanukka überhaupt mit dem Laubhüttenfeste zu tun hat, (10,6): ym\ jast’ eü<ppo<Tuv7); r!yov r,(Aspa^ öxtoq 027|V0(axtg>v Tpo7cov, [av־o- ‘) Das. Megill. Taanit zum 25. Kislev. Es ist vielleicht nicht ganz uninteressant zu bemerken, daß das Wunder, nach dem die Heiden das Öl verunreinigt hatten, mit der Halacha in Konflikt kommt. Nach ihr verunreinigte die Berührung durch Heiden nicht. Das ist vielmehr erst eine spätere rabbinische Verordnung. Die Frage mit einer wenig guten Antwort im Sefer Mizwoth ha-Oadol des Mose Cougy.

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