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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 401

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Das Laubhüttenfest Chanukka
Date
1911-01-01
Page
Seite 401 (sequence 2)
Language
German
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Das Laubbiittenfest Chanukka. 401 aller Frage. Gelingt es uns nun aber eine solche Schwierigkeit zu zeigen, die durch ein Mißverständnis des Übersetzers hervorgerufen ist, so ist damit ebenso stringent die semitische Grundsprache des zweiten Makkabäerbuches oder wie wir besser sagen werden : seiner Quellen bewiesen. Ich glaube nun diesen Beweis führen zu können. Die Bedeutung dieser Entdeckung wird noch dadurch erhöht, daß der aufzuzeigende Übersetzungsfehler sich an drei Stellen des Buches befindet und dadurch die Streitfragen über die Komposition des Buches entschieden oder wenigstens der Entscheidung näher gebracht werden. Und nun, um mit dem zweiten Makkabäer zu reden, wollen wir, nachdem wir uns bet der Vorrede so lange aufgehalten haben, mit der Erzählung beginnen. Nach seinem Siege über Lysias zog Juda Makkabi, wie das erste Makkabäerbuch1) berichtet, nach Jerusalem, stellte den Tempel wieder her, so wie er früher gewesen, und weihte ihn am 25. des Monats Kislev von neuem. Die Feier vollzog sich in den üblichen Formen unter Lobgesängen und Gebeten, Musik und Opfern. Ein Grund für die achttägige Dauer wird ebenso wenig angegeben wie eine besondere Zeremonie, die an jenen Tagen zu vollziehen sei. Das Anzünden der Lampen des Leuchters im Tempel nimmt in dem Bericht des Makkabäers keine irgendwie hervorragende Stellung ein, wird vielmehr dem Darbringen des Räucherwerkes, dem Auflegen der Brote etc. völlig gleichgesetzt. Josephus8) kennt dagegen das Fest bereits unter dem Namen des Festes der Lichter, obwohl er sich den Namen nicht recht erklären kann. Jedenfalls wurden zu seiner Zeit, wie wir ja auch aus der rabbinisehen Überlieferung wissen, Lichter angezündet3). Die anfangs unbestimmte Art der Feier war damit in eine feste 1) 4, 36 ff. a) Ant. XII 7, 7. § 325 ed. Niese. י) Sabb. 21 b. Moöstssclirif*, 55. Jahrgang. 26!

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