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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 352

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Die Identität der Familien Theomim und Munk
Date
1911-01-01
Page
Seite 352 (sequence 4)
Language
German
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352 Notizen. Aus diesen steinernen und einigen papierenen1) Resten wissen wir nunmehr etwa folgendes über den Lebensgang und die Nach־״ kommenschaft R. Israel Theomims. In den nationalen Studien war er wohl bewandert, wenn er auch niemals ein rabbinisches Amt, wie seine Brüder, Isaak Maier und Josua Feiwel2 *), bekleidete. Nach dem Tode des Vaters, 16. April 1669, ließ er dessen Buch in Amsterdam drucken und schrieb ein Vorwort dazu. Später zog er wohl nach Posen5) und siedelte von dort nach Qlogau über. Hier war sein Schwager, R. Abigedor b. Schneior, Rabbiner4), und hier kam auch er 1) Ich habe das Aktenstück A. A. II 21b des Breslauer Staatsarchivs und die Totenlisten der Glogauer Gemeinde benutzt. Es sind der letzteren, im Besitz des »Heiligen Stifts« daselbst, zwei vorhandenr 1. ein Folioband, angelegt von Michael, dem Beamten der ח״ק (st.. So., 7. Schebat 23. Januar 1820) im Aufträge des Vorstandes der Brüderschaft am (9. Schebat =) 19. Januar 1796 und fortgeführt von dessen Amtsnachfolger Selig b. Isaac Caro (gest. 25. Tischri =־־ 1. Oktober 1850). Er enthält eine chronologische Übersicht der von 1710—1850 alljährlich Verstorbenen und als Einführung dazu einige (13) Daten aus früherer Zeit auf 25 Bl., dann ein Verzeichnis der in den 51 Gräberreihen des Friedhofes Beerdigten auf (12) 452 ־ Bl.. Das Blatt hinter dem Titelbl. und 6 Bll. am Ende sind unbeschrieben^ 2. Ein alphabetisches Register dazu, das die Namen in zeitlicher Reihenfolge aufzählt und die Gräberreihe anzeigt, in einem Oktavband. Beide Register sind mit anerkennenswerter Sorgfalt geführt* Das zweite scheint ganz von der Hand Selig Caros herzurühren. 2) Vgl. Freimann a. a. O. s) Die alphabetische Totenliste nennt ihn schlechtweg R. Israel Posner, während er im Folioband ,ישראל בד,רב הגאון פד יונד V'ö; heißt. Auch der Lissaer Zweig der Familie, die Ahnen des Danziger Rabbiners, des Verfassers des ספר בית מאיר, nannten sich Poseneiv Vgl. L. Lewin, Gesch. d. Juden in Lissa S. 218 ff., 334, 380. Übrigens erhielt Israels Bruder, Isaak Meir, 1685 eine ehrenvolle Berufung zum־ Rabbinat in Posen, die zwei Jahre später für null und nichtig erklärt wurde. Vgl. die von Buber in seinem קריה נשגבה S. 43 nach Ab״• Schriften, die ihm Ph. Bloch aus den Posener Gemeindebüchern verschafft hat, veröffentlichten Urkunden. Vielleicht bringen weiter Urkundenfunde einmal Licht in die dunkeln Vorgänge. In Lissa stammte auch die Familie Norden in weiblicher Linie von dem* Metzer Rabbiner R. Jonah Theomim ab. Vgl. דעת קדושים S. 95, 102,, 110 u. Lewin a. a. O. S. 333. 4) s. דעת קדושים S. 95, 102. Friedberg, 2 ,לוחות זכרון. Aufl. S. 90.,.

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