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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 350

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Die Identität der Familien Theomim und Munk
Date
1911-01-01
Page
Seite 350 (sequence 2)
Language
German
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Notizen. :350 ,:Soldaten alle jüdischen Grabsteine, und heute hat der vornehme Herr Vorsteher, R. Raphael Lob b. Jesaia Munk, Enkel des hier be- : grabenen hochgeehrten Mannes, in seiner Opferfreudigkeit dieses neue Denkmal am Grabe seines Ururgroßvaiers zur Ehre seiner Vorfahren errichten lassen am.18VM). Raphael Löbel Munk gehörte mn die Wende des neunzehnten Jahrhunderts zu den angesehensten Männern seiner Vaterstadt. Während der schweren Heimsuchungen, die die Glogauer in der Franzosenzeit nach der Eroberung der Festung zu erdulden hatten, wählte man ihn 1806 in die Kommission, die den Ratsherr^n zur Wahrnehmung des allgemeinen Wohles und der Gerechtsame der Stadt zur Seite stehen sollte2). Bei der Einführung der Städteordnung wurde er im Februar 1809 zum stellvertretenden Mitglied der Stadtverordneten-Versammliing gewählt und trat am 17״ August desselben Jahres als ordentliches Mitglied in die Versammlung ein. Im Jahre 1811 berief ihn das Ver״ trauen seiner Mitbürger zum zweiten Mal in dieses Ehrenamt3). Aut den neuen Grabdenkmälern, die er für seine Ahnen errichten ließ, erhielt das seines Ururgroßvaters folgende Inschrift: פרפו פו°מ הרבני מודריד ישראל בהדב הגאון מוד״ר״ר יוגד, .זצ״ל ממשפחת תאומים.;• הלך למנוחה מיום ש״ק י״״ב תמת תכ״ה לפיק על ההרים אשא נהי ובכי רבד, אילל ילל ואבכה יען היתד, סבה פתאום באר״ן נפלה להבה ונד ישראל כבד.. Sie liest sich wie eine zweite, etwas kürzere Fassung der Ur- *) In der Aufzeichnung Ed. Munks laufet sie wie folgt: בשנת תקעי-ג כאשר באה העיר במצוק שכרו והשחיתו אנשי המלחמה את כל מצבות;. קברי ישראל והיום התנדב האלוף הקצין פרם כה״׳ו רפאל ליב בכ״ד. ישעי" מתק נהה(!) הנכבד הממון פה והקים המצבה החדשה הזאת על קבר אבי אבי תקע״ז לפ״ק;.אביו זקנו לכבוד אבותיו יום. Schon die Lücke, die für das Datum des Jahics 5577 sich findet, beweist, daß Prof. Ed. Munk die ihm vorliegende Urschrift nicht mehr entziffern konnte. Die dem Namen des pietätvollen Mannes vorstehenden Titulaturen machen es ־wahrscheinlich, daß er, wie ich im Text vermute, die Tatsache von einem andern hat notieren lassen. a) Berndt, Gesch. der Juden in Glogau, S. 99. Vgl auch meine >Mitteilungen aus Salomon Munks nachgelassenen Briefen« im Jahrbuch für jüd. Gesch. u. Lit. Bd. II (1899), S. 152, Anm. 1. 3) Berndt a. a. O. S. 109 f.

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