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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 314

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Wie verhielt sich das Judentum zu Jesus und dem entstehenden Christentum?
Date
1911-01-01
Page
Seite 314 (sequence 19)
Language
German
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Wie Y^rhielt sich das Judentum zu Jesus ¥4 Jud^entunij und Christ,entum gewaltsam auseinander deuteriaen und auseinander reißenden! P?mlinismus auf. gin gewichtiges, bereits, oben fngedeutetes. Bedenken scheint unserer Auffassj|.ng,. nach welcher we4|f Jesus selbst liojcn die urchristfiche Gemeinde schwere Verfolgungen von den J,uden a^szuhalteri hatten. Im Wege zu, stehen• fltan y^ird uns sicherlich entgegenhaften, daß ja die AROSb^l־ geschichte berichte, es habe sich gelegentlich d$i S.ieiiiji,- gung des Stephanus, nei.ne große Verfol.gnng übe.r, dfe, Ge m ein de zu Jerusalem, erhoben.« — Wer *I;! V •־ r'■ 4.i J i.l'l 5! •'. <■ i־.. i ־. i1>.ז , ■«>.! aber yerirjöchte zu b:e^eis!en, daß dieses eine Chr.is.fbnverf|1)lgung gev/esen und djaß,. diesjelbß v.on dem ph.ajrisdj-, schep. Judentum ausgegangen? Stephanxis, ein gesetzesfreier jüdischer Hellenist und Diakon der urchristlicfien Gemeinde, wird als Verkünder antinomisti.scher Tenderizen in einem VolksauÖauf gesteinigt. Die, Erreger dieses Aufruhrs sjnd keineswegs ph arisäis<;ij.e,” sondern Christ: gldjU^ige Diasporajuden,; denn sie! konimep, wie: dl® Apostelgeschichte ausdrücklich hetvprhebt, aus der Synagoge, »die dg heißt der. Libertiner und der Kyrener und; der Alexändrjner und, derer, die ajus Kilikien und Asien, waren«51), Ijijpht, C h ri stgJjäub ige spndern Ge setz e,svVrächter werden hipr angeklagt, Das spricht sich ganz; unzwejcieutig, darin. aus, da^ nach, der Steinigung des Stephanus seine engeren Gesjnnungsgeppssen, die gesetzesfreien Christen, Jerusalem verlassen, mußten, während,die, Apostel J־e;su, \$elphe. gesetzestreuwaren, nach wje vor völlig unangefochten in Jerusalem bleiben und, ungehindert ihre, christliche Propaganda betreiben, durften. Hätte aber, djese »Verfolgung« den, C hri S;t e,n al s s 0 l.gh e n. gegoltsp,; s<>/V^ären, doch offenbar die, p[ä,upter der Gepieinde, in, erster Linie ypri ihr betroffen vyorde,n; Diesen, aber wurde kei|x- Haa.r gekrümmt. — Hier kämpften; ehep gesetzestrevig g|ggn, ges^tzesfreie Ghrästpi, upd die ersteren standen depJ. 1): Apg, 9, 6

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