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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 308

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Wie verhielt sich das Judentum zu Jesus und dem entstehenden Christentum?
Date
1911-01-01
Page
Seite 308 (sequence 13)
Language
German
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308 Wie verhielt sich das Judentum zu salem zerstört und der Tempel eingeäschert wurde, so sagt er zwar nicht, was er sagen sollte, daß nämlich dieses Unglück die Juden betroffen, weil sie Jesus verfolgt und den von den Propheten verheißenen Messias gekreuzigt haben, er kommt aber gleichwohl der Wahrheit nahe. Denn er sagt: dieses Elend sei den Juden darum widerfahren, damit der Tod des Jacobus, des Gerechten, der ein Bruder Jesu war, den man den Christ nannte, an ihnen gerächt werde, den sie ungeachtet seiner großen Frömmigkeit und Gerechtigkeit hingerichtet hatten«* 1). Und im zweiten Buche gegen Celsus wiederholt Origenes diese Behauptung, bemerkend: »Josephus meint, dieses Unglück habe die Stadt Jerusalem betroffen, weil die Juden Jacobus den Gerechten, den Bruder Jesu, genannt der Christ, getötet haben«2). Das aber ist bei Josephus nirgends zu finden. Es ist vielmehr in ihn hineingelesen worden, um den zwischen seinem und Hegesipps Jacobusberichte herrschenden krassen Wider- Spruch wenigstens einigermaßen zu verschleiern und dem Judentum die Schuld für die Steinigung des Jacobus zur Last zu legen. Denn das verlangten die Zeitverhältnisse, aus denen heraus Hegesipp schrieb. Darum deutet auch Hegesipp an, daß der Untergang Jerusalems die Strafe war für das von den Juden an Jacobus begangenen Verbrechen; indem er seinen Bericht mit den Worten schließt: »Kurz wieder aufgerufen und gewiß nicht behauptet haben, Josephus habe Jesum nicht als den Christ anerkannt: jmutos ys tu ’17)<70ö ^pwrrö. Während doch Josephus in der eingeschobenen Stelle Jesus fast ins Übermenschliche erhebt, erklärend, er sei der Christ: O ־/JHTTOC otlTO? 07־. 1I Orig. c. Cels. I, 47: g. $5 [[co׳t7|tos], 4־x1 <ä<rrcsp «4«v oö {taxpav aXv)ü־s1as yevopt.svo<;, <pv15l Täuva <jup.ßsß7)4svx1 toT<; ,[ouSxfoi? 4xt’ s4§(47|bw ’laxwßoij ׳coü §14x100, 6? 7)7 ä§sX<pö; T7|<joö ׳toü Xsyoptivoo £p׳.ffT0ö, sTO1§751rep §txxwTa־rov xutov ovtx ä7re4Ts1vxv. ־) ib. II, 13: O); JfcSV IdxTYlTCO? )(px׳ps1, §1x ’Iaxwßov vöv §C4«tov, tov ä§eX<pdv ׳I7150X voG Xsyousvou ^p7׳.׳T0ö 4tX.

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