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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 228

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 228 (sequence 9)
Language
German
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228 Beitrage zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. von dem jüngeren Übersetzer, Jehuda Ibn Tibbon, ange״ wendete Bezeichnung אמונות ודעות, woraus die gleict1f«aUs be- ^fifflich nicht ganz genaue Übersetzung: »Glauben und Wissen* entstanden ist. Am richtigsten dürfte demgemäß der neuerdings von Bloph gewählte Titel: »das Buch der Glaubenslehren und der Vernunftansichten«1) sein. Das Werk Saadjas hatte wahrscheinlich, da einerseits weder die Karäer angegriffen, noch auch die von seiten des Isläm erhobenen Angriffe betreffs der Auffassung des Gottesbegriffes oder des Aufhofens der Verbindlichkeit des Gesetzes — des sogenannten •נסך *— berührt werden, andererseits aber gegen das Christentum polemisiert wird, den Zweck, die gebildete islamitische Welt mit dem Gedankeninhalt des Judentums bekannt zu machen, wobei er sich natür- Ijch von Ausfällen gegen solche Kreise, die doch immerhin zu den Juden gerechnet wurden, wie auch von einer Pole״ mik gegen die herrschende Religion in gleicher Weise fern Wohltat empfangenden: מנעים und מונעם, was sich lediglich dem arab, אנעם und מנעם anschließt, während er andererseits den Psalmisten als מנעים »den biblischen Sänger« anführt, Ferner hat er für das arab. *Zusicherung«, statt de$ üblichen יעוד, das hebraisierte ועד. Man brachte ferner die fast durchgängige Anwendung von עלה für *Grund« ־== arab. עלה und die sehr oft vorkommende Koiistruktion von תמה »sich wundern« mit ־ מןarab, ענג מן♦. >) Vgl. Winter u. Wünsche, Die jüd. Literatur usw. II, S. 7Mm Die von Steinschneider a. a. O. $. 439 gebrauchte Benennung: *Reilgionen und Dogmen« kann m. E, nicht als zutreffend angenommen werden, wenn sie sich auch anlehnt an eine schon bei Abraham Ihn Daud sich findende Bezeichnung: האמונות והדתות, da derselbe Autor sich auch des Titels האמונות והסגרות bedient, also: Buch der Glaubenssätze und der philosophischen Lehren; vgl. Kaufmann a. a. O, S. 250—251, Anmerkung 253• Berechja wendet nur die Bezeichnung פי האמינות an. Indessen ist das stärkste Argument gegen die Autorschaft Berechja’s für diese Paraphrase, daß er vom VIL Traktat des Emunot nicht der von dieser benutzten zweiten Rezension, sondern sich der auch von Ibn Tibbon übersetzten ersten Fassung des מאמר תחיית המתים bedient.

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