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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 211

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit
Date
1911-01-01
Page
Seite 211 (sequence 16)
Language
German
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Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit. 211 תהתי1)♦ שמרה מלכת אחיי עיניה הרמות ואל תתמד» כי תבגיד בך♦ כאורח צמא הפותח פיו ושותה כל מים הקרובים לו, כן תטה לסד בל .יתד ותפתח אשפתה לחץ Es verdient Beachtung, daß die nachdrücklichen Ratschlage des Dichters nur den praktischen Gesichtspunkt zeigen. Er läßt wie ein wohlmeinender Freund, der einen nur auf das Materielle achtenden und bloß vom greifbar Schädlichen zu beeinflußenden Mann zur Vorsicht in Dingen der Sittlichkeit mahnen will, alles Religiöse und im Gesetze der Thora Gebotene oder Untersagte mit Absicht beiseite, wie dieses die Kommentatoren zu den Proverbien richtig hervorheben. Deshalb sucht man bei Sirach meistens ten Salze in Exod. rab. 42, 9 hat: אמר רבי יקים שלשה חצופים הם, somit חצוף עז, wie der Syrer im Sirach übersetzt. Was haben aber Hund, Hahn, Ziege und Kapperstrauch gemein? In Jes. 56, 11: והכלבים עד נפש לא ידעו שבעה ist die Unersättlichkeit des Hundes hervorgehoben, und Sirach 26, 25 sagt: »Ein immerfort lüsternes Weib wird wie ein Hund gelten«, wo der unersättliche Geschlechtstrieb gemeint ist. Seine Frechheit tritt aber besondert in der Begattung auf der Straße hervor, Gen. rab. 36, 7: ,אמר רבי חייא בר אבא, חם וכלב שימשו בתיבה לפיכך יצא חם מפוחם לכלב מפודסם בתשמישו. Das Gleiche gilt vom Hahn, wie die sprichwörtliche Redensart zeigt in Berach. 22a: שלא יהו תלמידי חכמים מצויים אצל נשותיהם כתרנגולים, jer. Berach. in, 6c 17: אמר רבי יעקב בר אבון, כל עצמן לא התקינו את הטבילה הזאת אלא שלא יהו ישראל כתרנגולין הללו משמש מטתו ועולה ויורד ואוכל, (damit steht der Ausspruch des R. Chijja von der Züchtigkeit des Hahnes, der vor der Paarung der Henne schmeichelt, מפיים ואחר כך בועל, Erub. 100 b, nicht in Widerspruch). Beim Kapperstrauch ist, wie schon Toßafoth zu Beza 25 b nach Maaßr. IV, 6, Sabb. 30 b unt. erklären, die außerordentliche Fruchtbarkeit gemeint, vgl. jer. Taanith IV, 69 b 30: אמל רבי זעירה בוא וראה מה חציפה היא ארץ ישראל שהיא עושה פירות, R. Zeira sagte: Siehe doch, wie frech Palästina ist, indem es (den fremden Beherrschern) Früchte trägt (b. Kethub. 112a). Andere Schamlosigkeit des Hundes in Kob. rab. 1, 2. 1) Wenn es nicht zu kühn schiene, würde ich für ^p^crsTai nicht תסתר, sondern das rabbinische תשתמש vorschlagen, das Gebrauchtwerden und Beiwohnung bedeutet. Vgl. Baba mezia 84 b, wo die Witwe des R. Simon b. Eleasar dem Rabbi, der ihr einen Heiratsantrag stellt, sagen ließ: כלי שנשתמש בו קודש ישתמש בו חול. 14*

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