Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 13)
- Language
- German
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208 Dfe Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit. Schatz, der ihn wach hält, und die Sorge um sie verscheucht ihm den Schlaf: in ihrer Mädchenzeit, daß sie nicht verblühe, und ist sie verheiratet, daß sie nicht widerwärtig: sei. (10) ln ihrer Jungfrauschaft, daß sie sich nicht berücken lasse, und im Hause ihres Eheherrn, daß sie nicht ausschweifend lebe; im Hause ihres Vaters, daß sie nicht schwanger werde, und im Hause ihres Mannes, daß sie nicht unfruchtbar sei«1). Agada der Tannaiten I, 271, 4); in Peßach. 113a: אמר רבי יהושע בן לוי -משום אנשיי ירושלים, אל׳ תרבה בגרות משום מעשה שהיה, בתך מרד, שחרד עבדך ותן לה, והוי זהיר באשתך מחתנה הראשון führt R.Josua b. Levi dasselbe im Namen der Männer von Jerusalem an. In Lev. rab. 21, 8 wird erzählt: R. Chananja b. Chachinai studierte als verheirateter Mann mehrere Jahre bei R. Akiba in Bne-B'rak und kümmerte sich um seine Familie in der Ferne nicht. Nun ließ ihm seine Frau einmal sagen: בתך בגרה בוא והשיאה, und auch R. Akiba sagte, um ihn zum Nachhausegehen zu veranlassen, zu ihm: בל מי שיש לו בת בוגרת ילך וישיאה, wer eine mannbare Tochter hat, gehe nach Hause und verheirate sie. In der Baraitba Sanhedr, 76 a unten: תניא, אל תחלל את .בתך להזנותה. רבי אליעזר אומר זה המשיא את בתו לזקן. רבי עקיבא אומד זדי ח־זמשהא בתו בוגרת. אמר רב 'כד,נא משום רבי עקיבא אין לך עני בישראל אלא רשע ערום והמשהא בתו בוגרת bezieht R. Akiba Lev. 19, 29 a auf einen Vater, der seine mannbare Tochter nicht verheiratet. Vgl. Jebam. 62 b unten die Baraitha: חזנו רבנן האוהב את אשתו בגופי יד,מהברד, יותר'מגופו ־והמדריך בניו ובנותיו בדרך ישרה והמשיאן סמוך לפרקן עליו הכתוב אומר וידעת כי שלום אהלך, wer seine Frau liebt wie sich selbst, wer sie höher achtet als sich selbst, wer seine Söhne und seine Töchter auf den geraden Weg leitet und sie nahe an ihrer Reife verheiratet,, dessen Haus ist wohlbestellt, nach Hiob 5, 24. Als zwölfjähriges Mädchen ist sie der Gefahr ausgesetzt, sich mit jungen Leuten einzulassen, von ihrem eigenen Triebe verleitet; bei der einjährigen dagegen geht die Verführung vom Manne aus. Als alte Frau betreibt sie Zauberei, was sehr bezeichnend ist; wie wir noch in tannaitischer Zeit finden, daß die Frauen allgemein Zauberei trieben (s. Büchler, Der galiläische Am ha-Arez 202, 1). 1) Der Wortlaut dieser Sätze im Talmud stimmt weder mit dem Griechen, noch dem Syrer, noch dem Hebräer. Für Verblühen, das zur Mädchenzeit gar nicht paßt, bat Hebräer תגור, Syrer ־ תצמחאdaß sie nicht geschmäht werde (Smend). Dieses und das Griechische führen auf תנבל zurück, das das letztere nach dem häufigen גבל im