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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 205

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit
Date
1911-01-01
Page
Seite 205 (sequence 10)
Language
German
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Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit. 205 pflege überhaupt keinen Umgang und halte nicht mit ihr beim Wein üppige Gelage ab; damit sich nicht dein Sinn, zu ihr hinneige und du durch deine Leidenschaft ins Verderben stürzest.« Syrer hat statt der letzten Worte: »und; du mit schuldigem Blute in die Unterwelt hinabsteigt.« ln der Anführung dieser Sirachstelle in Synh. 100 b (Jebam.. 63 b) heißt es: כי בתואר אשה יפה רבים הושחתו ועצומים כל הרוגיה, während der Hebräer hat: .בעד אשה הושחתו רבים וכן אהביה באש תלהט.., פן תטה אליה לב ובדמים תטה אל שחת. Der Wortlaut des letzten Satzes ist durch die Leseart afjjia׳«.. s* *att ■K'/ziv.xn und durch den Syrer gesichert (vgl. Fritzsche, Edersheim, Ryssel und Smend). Der Sinn könnte sein, daß־ der Ehebrecher mit dem Gatten in Streit geraten und getötet werden könnte. Aber was es wirklich heißt, kann schon wegen ובדמים und auch nach 1 Reg. 2, 9 והורדת את שיבתו בדם שאול nicht zweifelhaft sein: es ist die Todesstrafe, nicht, wie Fritzsche mit Hinweis auf II Sam. 11; 12, 9־ meint, die Beseitigung des Ehemannes1). Und so glaube gestanden zu haben, nicht ,זרד, dann אשת בעל, dann vielleicht das neuhebr. תשתכל oder ואל תסובב נערה nach Jerem. 31, 21; ילא תחמוד לא תחמוד משכבה על משכבה nach Prov. 6, 24.25: י לשמרך מאשת רע מחלקת לשון נכריה אל תחמוד ימיה בלבבך. Nach den anderen Sätzen dürfte &7cd 7rsptspYS1a? die Tätigkeit des Unzüchtigen bedeuten und ist 7touSm75m)s objectiver Genitiv. Den letzten Satz deutet Smend, p. 514 zu Cap. 23, 14 als Päderastie, deren Opfer die jüdischen Jünglinge am griechischen Hofe wurden. Vgl. auch Testam. Reuben, Cap. 3:. Achtet nicht auf den Blick eines Weibes und seid nicht allein mit einer verheirateten Frau und gebt euch nicht ab *nit der Beschäftigung der Weiber. 4,1: Achtet also nicht auf die Schönheit der Weiber und; merkt nicht auf ihr Tun. *) Stünde ובדמ״ם nicht, dann wäre bloß der frühzeitige Tod und vielleicht, wie in dem verwandten Satze der Rabbinen in Aboth 1, 5 : .;כל־ זמן שאדם מרבה שיחד, עם האשד, גורם. דעה לעצמו ובוטל מדברי תורה וסופו יורש גיהנם, die Höllenstrafe gemeint. Doch beweist diese Parallele keineswegs, daß auch Sirach nur an diese und nicht an die Todesstrafe denkt. Denn die Hölle ist nur für Sünden angedroht, die der Kenntnis der Strafbehörde entzogen bleiben, nicht aber für erwiesenen Ehebruch. So auch zum Beispiel in Sirach 19, 2: Wein und .

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