Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 4)
- Language
- German
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Die Strafe der Ehebrecher in der nachexilischen Zeit. 199 :auch die bürgerliche Ordnung stört1). In solchem Falle hat die Frau drei Sünden begangen: gegen das Gesetz Gottes, das den Ehebruch strengstens verbietet; zweitens gegen ihren Gatten, dem allein sie gehört; und drittens gegen ihre Familie dadurch, daß sie das Kind eines fremden Mannes ins Haus gebracht hat2). man tili she became p reg Raut by him. The chiid as in similar case in Hindu law, was the husband’s son. Vg). Wellhausen in Göttinger Gelehrten Nachrichten 1893, 457. ג) Genau so stellen die Tannaiten und Amoräer die Größe der Sünde an deren Folgen dar. R. Simon b. Men aß ja in Chagiga I, 7 sagt:...איזהו מעוות שאינו יכול לתקון, זה הבא עלהערוד. והוליד סמנה ממזר יכול הוא להדזדרו ויתקן? In der Baraitha b. Chagiga 9b, Toss. 1,7; תניא רבי שמעון בן מנסיא אומר, גונב אדם אפשר שיחזיר גנבו ויתקן, גוזל אדם אפשר שיחזיר נזלו ייתקן, אבל הבא על אשת איש ואסרה לבעלה נשדד מן העולם והלך לו, Wenn jemand stiehlt oder raubt, kann er durch Rück« erstaitnng des Gestohlenen oder Geraubten alles wieder gutmachen; wer aber mit dem Weibe eines Anderen Umgang gepflogen und dadurch dem Gatten das Zusammenleben mit seiner Frau unmöglich gemacht hat, wird aus der Welt gestoßen und geht dahin. R. Simon b, Lakisch läßt Gott von den Ehebrechern sagen (Aboda sara 54 b) : Nicht genug, daß diese Sünder meine Münze frei mißbrauchen, zwingen sie mich noch, meinen Stempel darauf zu drücken. Derselbe Lehrer sagt (Lev. rab« 23, 12; Pesikta rab. 24, 124 b; Num. rab. 9, 1): Gott p>rägt der Frucht des Ehebruches die Gesichtszüge des Ehebrechers auf, um dessen Schuld offenkundig zu machen. Vgl. Bacher, Paläst. Amoräer I. 360 ff. Von Gott stammen nämlich nebst der Seele und den Sinnen auch die Gesichtszüge, קלסתר פנים (Baraitha Nidda 31 a), er kann sie sonach nach seinem Willen gestalten. Daß קלסתר in der Baraitha mit כלקמיר im Satze des R. Simon b. Lakisch identisch ist und beide auf £apax/r>ip zurückgehen (Bacher, Palast. Amoräer II, 343, Note 3), unterliegt keinem Zweifel; aber das Wort philologisch zu eiklären, ist bisher noch nicht gelungen. Die Ableitung bei Krauß, Lehnwörter II, 548 b ff. ist unmöglich. Das Gesicht als Ganzes ist gleichzeitig im Ebenbilde Gottes geschaffen, vgl. Mecbiltha zuExod. 20, 17, p. 70b: כל סי ששופך דם מעלה עליו הכתוב באילו ממעט בדמות המלך שנאפר שופך דם האדם וגוי כי בצלם אלהים עשה את האדם• Dafür auch איקונין של פקום in Midrasch אפר רבי יהושע כן לוי:8 ,17;3 ,55 /}ז פהו פדה בשלום נפשי אלא איקוניא שהלכת לפני האדם והבריות סבריזות ואוסרות תנו פקום לאיקונין של מקום. 4) Dieses ist in zwei Sätzen ausgedrückt, das ist unzweifelhaft;,