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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Die talmudische Literatur der letzten Jahre
Date
1911-01-01
Page
Seite 186 (sequence 10)
Language
German
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186 Die falmudische Literatur der letzten Jahre. hält es für notwendig, zuerst das Verhältnis des מה מציגו zum B. A. zu beleuchten. Da aber der מציגו no-Schluß nichts anderes als eine der vielen Formen des Analogieschlusses ist, so muß er sämtliche Analogieschlüsse der tannaitischen Literatur untersuchen. Dies ist der Inhalt des zweiten Teiles, dessen Resultate die folgenden sind: 1. Die mit כשם eingeleitete Vergleichsurteile sind enthymematische Analogieschlüsse. Beispiel: Mischnah Berachoth IX 5 הייב אדם לברך על הרעה כשם שהוא מברך על הטיבה. »M. das Gute und S. das Schlimme, sind einander darin gleich, daß sie, von Gott ausgehend, unserem Heile dienen (a). Wenn nun a bei M ein Grund dafür ist, daß wir Gott preisen, P, so muß es auch bei S dieselbe Folge haben. M ist P; S ist in a gleich M; S ist P«. 2. מה מציגו ,מציגו sind Analogieschlüsse von der Form: M ist P, S ist in a =־ M; ergo SP. Beispiel: Berachoth VII 3 אמר ר׳ עקיבא מה רצינו בבית הכנסת אהד מרובין ואחד מועטין• »R. Akiba konkludiert von M, dem öffentlichen Gottesdienst, auf S, das gemeinsame Tischgebet, mittelst a, des Momentes der Gleichheit zwischen beiden. Die Gleichheit besteht in der Aufforderung an die Anwesenden, Gott zu preisen .. . Der öffentliche Gottesdienst, M, kennt hinsichtlich der Aufforderung an die Anwesenden von zehn Personen aufwärts keinen Unterschied, P. Das gemeinsame Tischgebet gleicht dem öffentlichen Gottesdienst darin, daß es mit einer Aufforderung an die Teilnehmenden seinen Anfang nimmt. S ist in a gleich M; ergo ist SP, d. h. das gemeinsame Tischgebet hat von zehn Personen aufwärts immer dieselbe Aufforderung«. Diese Schlüsse unterscheiden sich also von den DBO-Schlüssen außer durch die fragende (zetistische) Form noch dadurch, daß bei ihnen das Moment der Gleichheit ausdrücklich hervorgehoben wird. Dies ist aber nicht immer der Fall und insofern sind auch die U’BP-Schlüsse enthymematisch. 3. Die מציגו nü-Schlüsse haben sich zu vollständi-

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