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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 758

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 758 (sequence 4)
Language
German
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758 Besprephung^ri. iej^, so wird im 4.; Kap; (S, 31—39) auch seine wuchtig dreinhaueude, strafende Satire beleuchtet. Diese tritt besonders in dem Werkchen ©מקל ^!וגנלד (Stab der Strenge, RrzemysI 186.9) hervor. E. geht hier unbarmherzig ins Gericht mit den Rabbis der »Riziner Dynastie^ welche aus Rußland nach Galizien und Rumänien eingewandert sind, um dort die jüdischen Massen aixszubeuten. E. charakterisiert sie als Egoisten und herzlose Menschen: Hoben sei Rachmunes4 5) Auf Menschen in der größter Noi’t? Jesoimim ün Almun.es8) Giben sei denn a Stückei Broit? Wer es hot lieb zu nehmen, hot hand zu geben. (S. 33). Zur Erklärung mancher dieser Lieder schildert der Verfasser auch ausführlich jene bekannte Begebenheit von dem Abfälle eines der » Dynasten«, die 's. Z. soviel Staub aufgewirbelt hat6 *). HerrProf. Weißberg charakterisiert auch kurz des Dichters rein“, hpbräißche Schriften .שפו|י ישנזי (Przemysl 1874) und *Romanie« (Wien, Abdruck aus degr Haschachar, Jahrg. 1874). Letztere bezeichnet er als ^eine der gewaltigsten, von mächtiger, heiliger Entrüstung getragenen hebräischen Richtungen aller Zeiten«. Zum Schlüsse. (S. 39—42) folgen Bemerkungen über Ehrenkranzs* Technik und Sprache, über die Wessen seiner Lieder sowie über seine Stellung in der jüdischen Dichtung des XIX. Jahrhunderts. Hier nennt er Ehrenkranz »den größten Dichter der hebräischen Renais* sance, den, großen Kenner und Nachempfinder der unvergleichlichen Schönheit der biblischen Poesie« und den eigentlichen, Begründer der modernen jüdisch^deutschen Literatur«. Bei ihm könne man am besten beobachten, wie Kunstgesänge zu Volksliedern werden. Die Nachträge endlich (S. 42—43) enthalten einige bemerkenswerte Angaben, die der Verfasser von einem Neffen Dichters nachträglich erhalten hat. Ich möchte nur noch auf einige Unrichtigkeiten hinweisen, beziehungsweise einige ergänzende Bemerkungen hinzufügen. Ehrenkranz ist nicht 1819 geborep, spndew 1826, und nicht 1884 gestorben, sondem 1883. Herr E^. ]yiprkus, Rabbiner der Synagogengemeinde »Or- Thora-Askenazim« in Konstanthiappl, hatte vor einigen Jahren die Freundlichkeit, mir eine Kopie von Eh^enkranzs, Grabsteininschriit zu- 4) Erbarmen. 5) Waisen und Witwen. ®) Dieser Vorfall wird auch in dieser Monatsschrift, Jahrgang 1869, S. 191—192, eingehend berichtet

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