Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 759 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829827-2829834-2890366--38391-2890498- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen. 759 gehen 2u lassen. Dort heißt es #jn %h]usse: Q;ejbf0,1ren in Zbaraz (Galizien) 1826, gestorben 2. Juni 1883. Daß E. es »liebte«, in den unteren, armen Volksklassen zu verkehren (S. 7), kam daher, weil die Reichen und Vornehmen y$n dem jüdischen Jargondichter nichts wissen wollten. Die ganze Liebesgeschichte von E. und seiner ersten Frau (S. 7) klingt wie eine Sage und ist, na• E > eine sinnige Erfindung. E. heiratete, weil es der Wunsch seiner Eltern war, vei;? ließ aber bald darauf seine Heimat und seine Frau und ließ lange nichts von sich hqren. Eine Frau, die man aus Liebe geheiratet hat, verläßt man nicht so schnöde. Aus dem Umstande, dfß der Verfasser nur auf die Lieder des I. und IV. Teiles des Makkal״^QAm eingeht, ist zu ersehen, daß ihm Teil II und III nicht zur Verfügung standen Daraus soll ihm kein Vorwurf gemacht werden, da diese beide# Teile sehr schwer oder gar nicht mehr auf?utreibe11 sind, Er hätte uns ^ber dies mitteilen sollen. Ferner hätte er Leo Wieners The Histo?y of Yiddish Literature (London 1899), wo unserem Dichter 3 Seiten und lobende Anerkennung gewidmet werden, benutzen sollen. Der Verfasse! scheint auch davon keine Ahnung zu haben, daß in der Jewish Encyclopedia (s. v^ Ehrenkranz) sich einige biographische Angaben über unseren Dichter vorfinden. In der Vorrede zu Makkal-Noam heißt es ראשית עוניי, nicht אוני; es ist daher zu übersetzen: dem Erstlinge des Elends, und nicht »meiner Kraft« (S. 5). — Im übrigen hat sich Herr Prof. Weißberg durch diese Arbeit ein wirkliches Verdienst erworben, indem er das Leben und Wirken dieses wahrhaft genialen jüdischen Dichters etwas ausführlicher behandelte. Seine Charakte־ ristik von E.’s Ljede^n zeugt; von richtiger Beobachtung, und tiefem׳; Verständnis. Das Buch ist anziehend; geschrieben; und ^iijkjtauf den Leser erheiternd und erfrischend. Stockholm. Moses Fried.