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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 751

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 751 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen.: 75 i 1. S. 24. Er, R, Nachm an, verbot seinen Schülern das Lesen seiner Lehren aus der Zeit vor seiner Palästinareise und bezeichnete sie selbst als unreife Früchte. 2. Von seiner Palästinareise erzählte er selbst S. 22, daß er die Straßen von Konstauiinopel barfuß ohne Gart und Kopfbedeckung־ durchwandert sei, mit den Vorübergehenden scherzweise Händel suchend. Infolge dieser legeren Lebensweise sei es ihm dann schwer gefallen, sich in Palästina einzuleben. 3. Nach seiner Rückkehr verkündete er in »großer Überhebung ־; er habe dem Meere etwas entlockt für welches keiner der Tannaiten und Amoräer das richtige Verständnis hatte, so daß es ihm möglich wäre, mit Hilfe seines Intellekts »die Thora in ihrer Gänze zu voll״ ziehen auch ohne Ausführung der einzelnen Vorschriften.« Ein Irrwahn an dem seit Elischa-Acher viele Bedeutende auf Abwege geraten sind. 4. Er bezeichnete die Führer seiner Zeit als Heuchler, Lügner, die sich den ganzen Tag in Gebetmantel und Gebetriemen ■hüllen um nicht demaskiert zu werden. S. 25. 5. Er stellt sich höher als R,־ Simeon ben Jochai und R. Isaak Lurja, und gleich Moses kämen seine Lehren Ihm direkt von Goü. Er sei in der Lage alle himmlischen Gerichtshöfe seinem Urteils־• Spruche zu unterwerfen. Er sei der einzige Stellvertreter des Baal״ Schern tob, R. Isaak Litrja’s und R. Simon b. Jochai’s. Seine Phantasie schreibt H. hatte ihn ganz wirr gemacht. S, 26. 6. Er äußerte sich geringschätzig auch über seinen Urgroßvater, den Baal-Schem. Das Alles nennt H. »das ruhige Verhalten des R. Nachm an, das nicht im Geringsten zur Besänftigung der aufgeregten Gemüter beitrugt. Eigentümliche Logik l 7. S. 34. Er sicherte seinen Jüngern zu, daß aus jedem Schritt,' den sie zu ihm tun, ein Engel entstehe, und daß sie nach seinem Tode keinen Führer brauchten, da er auch im Grabe leben und hören werde, wenn man ihn anrufe. Er sicherte ihnen dafür die Errettung aus der Hölle zu, mögen sie auch noch so sündenbehaftet sein. S. 35. 8. S. 39. Die Worte des Zaddik sind bedeutender als die der Thora und der Propheten. Ihm muß der Chassid seine Sünden beichten, denn der Zaddik vergibt Sünden! H. bewahrt doch noch soviel Geistesgegenwart um zu der Erkenntnis zu kommen: »Diese Einführung der Beichte und dement-

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