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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 724

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1910-01-01
Page
Seite 724 (sequence 12)
Language
German
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724 Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien. d. h. von dort aus nahm er Speise für das ganze Jahr; »Seine Augen blicken in die Ferne«, d. h. er wußte vom Anfänge des Jahres bis zum Schlüße; wieso? er beobachtete die Rauchwolke: neigte sie sich nach Süden, wußte er, daß in Süden Sättigung sein werde; und ebenso für Nord, Ost und West; stieg der Rauch gerade zum Himmel auf, wußte er, daß die ganze Welt Sättigung haben werde (vgl. Joma 20 b). R a s c h i zu den oben zitierten Hiobstellen bemerkt: »Der נץ ist ein über den Südwind gebietender Engel, der verhütet, daß er die Welt austrockne. Unter dem Adler (נשר) ist die Herrlichkeit Gottes verstanden, wie es heißt (Exod. 82): »Wie der Adler seine Jungen weckt«; so sorgte Gott dafür, daß der Hohepriester keinen Schaden leide, wenn er am Versöhnungstage in das Allerheiligste kam. Der »Fels, auf dem er ruht«: Aharon war zuversi chtl ich, wenn er die Räuc h erpf a n n e auf den ■אבןשתיר setzte; »von dort her erspäht er Speise«: er betete für die Bedürfnisse ganz Israels. Denn der Stein שתיה ist nicht nur Opferstein, sondern ganz besonders N ab eis te i n der Welt und der Erde; er ist der Grundstein, von dem aus die Welt gegründet worden ist. Er liegt seit den Tagen der Flut, oder der Urzeit, im Tehom als einzig fester Stützpunkt, als einzig Festes im Chaos, und deshalb muß von ihm aus die Welt gegründet sein. Deshalb aber verschließt er auch die Gewässer der Urflut, die sich zurückgezogen haben und nür an einer einzigen Stelle offen geblieben sind; und da ist der Näbelpunkt, auf dem naturgemäß der Nabelstein liegen muß. Und so ist es auch. Zu der Mischnah- Überlieferung (Joma 54 b): »Nachdem die Lade weggenommen war, war ein Stein dort, der שתיה hieß« lautet eine weitere Tradition (das. u. Toseft. li): תנא שממנה הושתת העולם, תנן כמאן ד־אטר מציון נברא׳ העולם דתניא רבי אליעזר אומר עולם מאמצעיתו נברא שנאמר בצקת, עפר'למוצק ורגבים ידובקו, רבי יהושע אומר עולם מן הצרדין נברא שנאמר כי לשלג יאמר הוה ארץ וגשם מטר וגשם;

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