Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Sumerisches in der Bibel
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 695 (sequence 7)
- Language
- German
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Sumerisches in der Bibel. 695 übereinstimmt; s0 bedeutet sum. gu§־kin »Gold«, nach Haupt »biegsames Metall«, ebenso das hebräische חועץ assyr. feuragu; sum. ku-babar Silber, bedeutet weißes Metall, ebenso 3םף assyr. kaspu. Ganz unbekannten Ursprungs ist 3ך}ל Eisen, assyr. parzillu geschrieben AN BAR; nach Hommel ist auch dieses Wort aus dem sumerischen barza abzuleiten und als Lehnwort durch die Karthager zu den Römern gekommen. Ferrum < Fersura barsa, sowie tuni ca — sem. 1?תנת)• Hier sei noch das mischnische Wort 133 der Zimmermann genannt, welches zweifellos mit dem sumerischen n an gar Zimmermann identisch ist. Es ist wohl nur Zufall, daß dieses Wort im bibl. Hebräischen nicht vorkommt, wie wir ja in der Mischim gar manches alte Sprachgut finden, das zufällig in den biblischen Schriften nicht nachweisbar ist. Die sumerische Sprache galt den assyrischen Priestern noch späterhin als heilige Kultussprache und wurde bis in die Zeit der Seleuziden und Arsaziden in Hymnen, Psalmen Gebeten und Beschwörungsformeln angewandt; daher findet sich manche Wendung aus dem religiösen Vorstellungskreis auch in den Büchern der Bibel. Dia bekannte Phrase 1D# »(Gott) hat seinen Namen wohnen lassen« entspricht ganz genau dem sumerisehen mu maAani ningul (1 R. 5 Nr. XX)2 *) er hat seinen erhabenen Namen wohnen lassen, mu Namen, mah erhaben, »a« Verlängerungsvokal, »ni« Possesivsuffix »sein«, »nin« Personalzeichen »gul« wohnen lassen. Sumerisch guzani mugin »er hat seinen Thron errichtet«! Gudea Cyl. A8) erinnert an hebräisches נכח Psalm 93, 2. 1) Hommel, Die vors. Kult. S. 409, 3. Siehe Sehrader Sprach* vergl. und Urgesch. S. 301. 2) Thureau Dangin a. a. O. S. 210/ 3) Th. D. S. 114.