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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 693

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
Sumerisches in der Bibel
Date
1910-01-01
Page
Seite 693 (sequence 5)
Language
German
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Sumerisches in der Bibel. 693 als sumerisches Wort angeführt und wird van den assyrisehen Gelehrten mit»ramku« Priester übersetzt Hierher gehört auch das aramäische Wort fVUÄ »der Ofen« Dan. 3, 6 assyrischen at u n u. Dieses Wort ist das sumerische »udun«, v/elches im Assyrischen sowohl durch das genannte »atunu«, als auch durch »tinuru« erklärt wird1). Atunu ist schon in den Amarna-Briefen nachweisbar. Auch das anscheinend semitische Wort ג|פ »eine Art Heuschrecke« Jo. 1, 4; 8, 25; Am. 4, 9 ist wahrscheinlich sumerisch und entspricht dem in Sb 853 genannten »kisim«. Das dort erklärte Ideogramm wird sumerisch ki§i, /iarub, kisim, assyrisch zirbabu, Aarubu, kisirnu gelesen und bedeutet »schädliches Insekt«. Ähnlich verhält es sich mit dem Worte הרגל Lev. II, 22 ebenfalls »Heuschrecke«. Das entsprechende assyrische Wort lautet »irgilu« und irgisu und ist sicher ein su m erisches Lehnwort, da das Ideogramm HU B1R IR Gl LUM lautet2 *). רןנה »Rohr« assyrisch gänu 54aw71, c an na ist nach Horn• mel aus dem sumerischen gin und Gi »Rohr« entstanden. Eine andere Pflanzenbezeichnung, welche dem Sumerisehen entnommen ist, dürfte ארן Zeder, assyrisch erinu sein. Daß DDfct Ende assyr. »apsu« geschrieben ZU AB »Haus der Weisheit« sumerischen Ursprunges ist, ist bekannt. Zu den Wörtern dunkler Herkunft, weiche sich jedoch als su me risch e Lehnwörter entpuppen, zähle ich א1^ן Gestühl im Tempel 1 K. 7, 30 und Ez. 1, 16. Dieses Wort entspricht dem sumerischen »a p i n« Grundlage! (Steintafel des Königs Arad-Sin)4); ein synon. sumerisches Wort liegt vor in »u §« Grundfeste, welches in dem aramäischen א$יא Esra 4, 12; 5, 16 erscheint. >) ZA. V, 144 u. D. H. Müller in WZKM. L, 23. 2) Delitzsch, HWB. 128. s) Vorf. Kult., S. 408. 4) Thureau Dangin a. a. O., S. 214. *) Delitzsch, Prol. 126.

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