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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 690

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
Sumerisches in der Bibel
Date
1910-01-01
Page
Seite 690 (sequence 2)
Language
German
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690 Sumerisches in der Bibel. sehe Landeindrangen, waren es besonders die nordsemitisehen Stämme, die Hebräer und Aramäer, welche die fremden Laute in ihre Sprache aufgenommen haben. Manches ist freilich später durch das Medium des Assyrischen eingedrungen, Anderes ist jedoch schon in vorhistorischer Zeit direkt übernommen worden, in diesen Zeilen sollen einige Sumerismen, welche sich in den biblischen Büchern finden und zum Teil auch bekannt sind und als Entlehnungen gelegeritlich bezeichnet werden, neben anderen unbekannten zusammengestellt und erklärt wurden. Die erklärten Wörter sollen nach den Kulturkreisen, denen sie angehören, angeführt und zum Schlüsse der Übersichtlichkeit halber alphabetisch geordnet erscheinen. Zur Transskription sei bemerkt daß der Stimmritzenlaut ח durch ein schräg gestelites h und צ durch 5 wiedergegeben wird. א2ר der Ackersmann, Am. 5, 16; des. 61, 5; Jer. 14, 4; 31, 24 u. A. Da der Ackerbau von den nomadisierenden Beduinen nicht betrieben wurde, so ist es nicht zu verwundern, daß das sumerische Wort für »Landmann« Eingang gefunden hat. אכר ist zunächst assyr, ikkaru und aus dem sumerischen en-gar »Herr des Feldes« abzuleiten. Nach semitischen Lautgesetzen mußte das »n« vor dem folgenden Konsonanten assimiliert werden. Die entsprechenden hebräischen Äquivalente sind ע1בד אז״מח und i״ntü איש. welches so eigentlich dem sumerischen en-gar entspricht. So dürfte auch das Maß, welches der Landmann verwendet "סאה" identisch sein mit dem sumerischen Worte sa »Krüglein«, welches uns häufig in den Inschriften des Königs Urukagina1) begegnet. צנ!ןד »Hirt«, »Schafzüchter«, Am. 1, 1 und 2. K. 3, 4 erweist sich durch sein Ideogramm NA KAD2 als sumerisch. עיר. »Stadt«. Dieses Wort ist das sumerische uru 1l Thureau Dangin, Die snm. u. akkad. Königsinschriften, S. 51 If. *) Cod. Nasn. XXII r. 22.

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