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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 598

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 598 (sequence 11)
Language
German
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598 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. er außerdem als Paitan, Sprachkenner und vielleicht auch als Kalenderkundiger geschätzt war1). Saadja selbst hatte bei seiner früheren Anwesenheit in Babylonien betreffs einiger Worte in seinem Agron den Rat Nissi’s2), dem wir auch ein Sündenbekenntnis verdanken3), eingeholt, und möglicherweise waren die beiden Gelehrten auch infolge des Kalenderstreites einander näher getreten. Im Interesse des Friedens hatte Nissi allerdings den zwar aus vornehmer Familie stammenden, aber mit nur mäßigem Wissen ausgerüsteten Zemach Ibn Schahin4) vorgeschlagen, da er von Saadj&’s Selbstbewußtsein und seinem peinlichem Rechtsgefühl5) Konflikte mit dem herrschsüchtigen Exilarchen fürchtete. Immerhin spricht es zu Gunsten David ben Sakkai’s, daß er trotzdem seine Wahl auf Saadja lenkte, der sich ihm als ein so trefflicher und nicht unbescheidener Helfer im Streit mit Ben Meir erwiesen hatte6). Nissi, eigentlich schon vor die vollendete Tatsche gestellt, erklärte dem Exilarchen, er werde der erste sein, der sich dem Manne seiner Wahl unterordnen werde7). Wir wissen nun nicht genau, ob Saadja *) Vgl. über ihn Harkavy, Studien Th. V., S. 115—117 und Hagoren II, S. 86—88. Epstein in REJ. XLIII, S. 208 will, gegen Harkavy ln Studien a. a. O. S. 116, den Jose Naharwani, den Verfasser der ארבעד. שערים mit Nissi identifizieren, da schon aus sachlichen Gründen seine Moladberechnung an Babylonien erinnere. Ich verweise noch auf den in REJ. a. a. O. S. 209, Z. 11 angewandten Ausdruck בבושה für das Schaltjahr, das ein bei einem Babylonier eher begreiflicher Arabismus ist. Vgl. auch jetzt Poznanski in Hakedem II, S. 105—106. 2) Vgl. Studien a. a. O, S. 70, Z. 8. 3) Vgl. hierüber besonders Hagoren II, S. 87—83. 4) Vgl. Neubauer a. a, O., S. 80, wo es von ihm heißt בר אבוהון ובר אורייון. Scbahia ist jedenfalls Familienname; vgl. Poznanski in Harkavy-Festschrift S. 204—205, Anm. 2. B) Vgl. ebendort, wo Saadja als ירא הפזא geschildert wird. 6) Vgl. besonders das Schreiben Saadja's an seine Schüler in JQR. XVI, S. 296 (fol. v. 2v.), wo er gerade die Tätigkeit des Exiiareben hervorhebt. 1) Vgl. a. a. O. אמר לו ראש גלות ככר נפלה עצתי והסכמתי על ריינו סעדיה פ־ומי, השיבו ניכי עשה מה שאתה חפץ כי בתחלה הראשון

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