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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 592

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 592 (sequence 5)
Language
German
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592 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. Form der Angriffe und der gegnerischen Beweisführung aus der halachischen Literatur betrifft1). Wir haben nun noch fernere Beweise dafür, daß Saadja’s Schriften Widerlegungen seitens der Karäer hervorgerufen haben, auf die auch er wiederum geantwortet hat So wissen wir durch eine Randglosse in einer Oxforder Handschrift, wie durch den über die ältere Literatur sehr gut unterrichteten Ivlose Ibn Esra, daß Saadja ein Werk über die Begründung der durch die Tradition gegebenen Gesetze, — ,אלשראיע אלסמעיד, im Gegensatz zu den rationellen und Vernunftgesetzen, אלשראיע אלעקליה, — dessen Titel jedoch bei den verschiedenen Autoren schwankt, verfaßt hat2). Dieses, gewiß seiner Tendenz nach manche Polemik gegen die Karäer enthaltend, ist nun sicher Gegenstand einer Widerlegung,אלרד, seitens dieser gewesen, worauf Saadja eine Replik, der er den Namen אלכסר, d. h. glaube, diesem betreffs seiner Ausführungen, a. a. O. S. 113—115, daß diese Schrift sachlich mit der gegen Sakaweihi zusammenhängt, beipflichten zu müssen. Zunächst spricht schon einigermaßen hierfür das Wort אלמתחאמל, da תחאפל eine Belästigung, also wiederholtes An greifen, bedeutet. Alsdann aber ergeben sich auch inhaltlich Beziehungen zwischen beiden Schriften. Man vergleiche z. B. die Bemerkungen Saadja’s betreff des Titels Kitäb al-Fadhäih mit den Worten, die er diesem Werk anwendet: פצצל הו מן חי״ת יקרר אלאצצאל וצד הר במא טמע אן יצד צצמה, d. h. daß die Schande, die er seinem Gegner antun will, auf ihn selbst zurückfällt infolge seiner Unwissenheit und Verstocktheit. Vgl. auch die folgende Anm. J) Vgl. Hirschfeld a. a. O. S. 116, Z. 10, wo Saadja ausführt, daß die Gegner der Rabbaniten nur oberflächlich die halachischen Schriften benutzen und leichthin sie widerlegt zu haben meinen, während ihre Angriffe in Wirklichkeit sich als verfehlt herausstellten. Ebenso heißt es in der Schrift gegen Sakaweihi, bei Harkavy a. a. O., S. 662 am Anfang, daß die Gegner einzelne Halachas feilweise angreifen und das ganze Gesetz als widerlegt ansehen usw. Diese Momente erheben die Annahme von der Identität beider Schriften zu größerer Wahrscheinlichkeit. 2) Vgl. Poznaüski JQR. X, S. 259—260 sub (b). — Der richtige Titel ist sicher כתאב אלקיאס עלי אלשראיע אלפמעיה, wie aus der Bücherliste in RÜJ. XXXIX, S. 200, Nr. 29 hervorgeht. Darnach ist die bei

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