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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 589

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 589 (sequence 2)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 589; Wenn auch berichtet wird, daß Saadja diejenigen, welche im Sinne des Ketzers lehrten, zur Einstellung ihrer Tätigkeit gezwungen habe1), so konnte er es doch nicht hindern, daß die herben Kritiken gegen die Bibel, obgleich sie nicht mehr das öffentliche Interesse so sehr in Anspruch nahmen, dennoch in manchen schriftstellerischen Erzeugnissen noch fast nach eineinhalb Jahrhunderten sich bemerkbar machten,, mit teilweise direkter Anlehnung an Hajaweih, von denen besonders ein, allerdings nur fragmentarisch erhaltenes, in Reimen geschriebenes, besondere Beachtung verdient2). Vielleicht derselben Gegend, wie der Ketzer Hajaweih, entstammte ein heftiger karäischer Gegner Saadja’s, der zum Teil auch als Haeretiker betrachtet wird, Ibn Sakaweihi3). retikers ebenso in jüdischen Kreisen in Gebrauch gewesen sein sollte,, wie noch wenige Jahrzehnte vorher die des arabischen Freidenkers Ibn Al-Rawendi; vgl. Poznanski in ZHB. X, S. 143 und auch Hagoren: a. a. O., S. 131, Anm. 3. *) Vgl. Abr. Ibn Daüd a. a. O. 2) Es ist dies das zuerst von Schechter in JQR. XIII, S. 358—359* aus der Geniza u. d. T.: The oldest collection of Bible Difficulties by a Jews, veröffentlichte Stück, das dann auch D. Kahan in Hagoren V, S. 13—42, u. d. T. שאלות עתיקות mit vokalisiertem Text, aber sehr fehlerhaft, (vgl. Porges in JQR. XX, S. 199—200־) abgedruckt hat, wobei er in der vorhergehenden Einleitung einen Eleasar b. Asarja als Verfasser herausgefunden zu haben glaubt. Mit Recht bemerkt Pozn. a. a. O. S. 137, gegen Porges, — der in JQR. XIV, S. 129—133, es als- Pamphlet lediglich gegen die Massoretenschulen in Palästina auf faßt, — daß dieses nur nebensächlich gegenüber der allgemeinen Bibelkritik in Betracht kommt. Nach Poznaüski, der, a. a. O., S, 134—135, manche Parallelen mit Hajaweih’s Kritik in sachlicher und stilistischer Hinsicht nachweist, gehört das zu Palästina vielfache Beziehungen enthaltende Werk spätestens der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts an, und. die Zugehörigkeit zum Gedankenkreis Hajaweih’s kann auch durch die neuesten Darlegungen von Porges in JQR. XX, S. 187 fgg., der den Verfasser durchaus als bibel- und talmudgläubigen Juden hinstellen will, nicht erschüttert werden. Zudem ist zu erwägen, daß um diese Zeit eine derartige intensive Massoretentätigkeit in Palästinanicht mehr bestanden hat. s) Vgl. über ihn zuletzt Poznahski in »The karaite literary op״

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