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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. 588

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
588 (sequence 1)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. Neue Folge. Von Simon Eppenstein. IV. Saadja Gaon, sein Leben und seine Schriften. (Fortsetzung.) Wie es scheint, hat Hajaweih auch die Konsequenzen seiner Theorie gezogen und eine seinem System entsprechende Bibel zu Zwecken der Volks- und Kinderbelehrung verfaßt1). Diesen noch zu seinerzeit vielfach verbreiteten Irrlehren trat nun Saadja in einem Werke entgegen, das er nach dem Zeugnis eines Späteren aus Furcht vor Verfolgung durch die Magier, in der diesen unzugänglichen hebräischen Sprache verfaßte2), während er sonst sich des Arabischen bediente. Vom Original dieses in Reimprosa geschriebenen Werkes, ist uns, außer einem ganz kurzen, von ihm selbst herrührenden Zitat3), ebenso wenig etwas erhalten, wie von Hajawefh’s Schrift selbst. Immerhin ist anzunehmen, daß diese vielleicht noch am Ausgang des 12. Jahrhunderts in Bibliotheken vorkam, und, daß sie vielleicht noch Abraham Ibn Esra gekannt hat4). *) Vgl. Poznanski a. a, O., S. 132. 8) Vgl. die Mitteilung des fälschlich dem Bahja Ibn Pakuda zugeschriebenen Ma'ani al-Nafs, bei Poznanski a. a. O., S. 117—118. 8) Vgl. das Zitat in Juda b. BarsillaFs Jezira-Komtnentar, S. 21, Z. 32 fgg. und Kaufmann ebendort, S. 334. 4) In einer alten, aus der Genisa stammenden und dem Ende des 12. Jahrhunderts angehörenden Bücherliste, JQR. XIII, S. 54, Nr. 71 wird ein Band: ,כתאב תוי בלבי zitiert, worin aber Poznanski, ebendort S. 329, eher die Schrift Saadja’s gegen Hajaweih vermutet. Indessen ist nicht einzusehen, warum nicht noch damals die Schrift des Hä-

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