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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 550

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1910-01-01
Page
Seite 550 (sequence 16)
Language
German
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550 Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien. Altjon. Mystik II, p. 54 ff.). Weil nun diese Wasser״ libation durch die שיתין fließt, welche mit dem U rgewässer (תהום) in Verbindung stehen; und weil das Wasseropfer den Sinn und die Bedeutung hat, die Wassermächte günstig zu stimmen und den Himmelssegen in Form befruchtender Regengüsse zu erflehen, werden zur Stunde des Wasserausgießens Zeichen und Wunder sichtbar. Rabbi Elieser erzählt (Taan. 25 b): * Wenn man am Chag (Hüttenfest) das Wasser ausgießt, sagt ein Tehom zum anderen: laß fließen die Gewässer; die Stimme zweier Genossen höre ich, denn es heißt: ein תחום ruft dem andern תהום zu beim Schalle der Wasserfälle (צנוריך Kanäle שיתין!) [Ps. 42, 8]. Und Rabbi teilt mit (das.): Ich sah den רידיא, der einem Kalbe gleich, der seine Lippen öffnete und sich zwischen dem oberen תהום und dem unteren תהום aufstellte. Zum oberen Tehom sprach er: Lasse dein Wasser fließen, zum unteren Tehom, laß dein Wasser strömen, denn es heißt: Die Blüten lassen sich sehen und die Stimme der Taube läßt sich hören (Cant. 2, 12) [תור Ochse: wohl mit Beziehung auf das דמי לעי בל א des Textes, dem der רידיא gleicht]. Ich kann es mir nicht versagen, hier auf einemerkwürdige Parallele hinzuweisen, die uns manchen Auf- Schluß bringt. »Wenn wir hören, daß nach der Sitte der Athener die Ehen dem Ojpxvo; und der Yca<x. geweiht wurden, daß Ty[ um Kindersegen angerufen wird, so wissen wir jetzt, wie alter Volksglaube das ganz eigentlich gemeint hat. Wir begegnen auch sonst einmal der Demeter (Gemeter), die man jedenfalls immer als Erdmutter auffaßte, als Ehegöttin. Mit einem Zeugnis aber für das Eheopfer an Himmel und Erde ist unmittelbar die Angabe verbunden, daß man bei Eleusinischen Begehungen zum Himmel hinaufblickend gerufen habe us, zur Erde hinunterblickend *ue. (Plutareh praecepta conjug. Anfang). Der Himmel soll regnen und die Erde schwanger werden. Wir

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