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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 549

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1910-01-01
Page
Seite 549 (sequence 15)
Language
German
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Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien. 549 Einrichtungen sind auch außerhalb Arabiens. Unter dem Tempel von Hierapolis war eine Höhle mit sehr kleiner Mündung (vgl.כמין הוטמין דקין, Sukka 48a), bei der Sisythos einen Altar errichtet hatte, weil dasWasser der Sündflut darin verschwunden war; zum Andenken daran wurde noch später jährlich zweimal Wasser vom Meer geholt und in die Öffnung geschüttet; ganz Syrien und Arabien beteiligte sich daran (De Syrla dea, § 13). Zu Jerusalem floß das Opferblut in eine Höhle unter dem Brandopferaltare; das Wasser der Sintflut war allerdings nicht durch diesen Brunnen der großen Tiefe abgezogen, sondern durch eine Öffnung im Innern des Tempels, die darauf mit dem bekannten 8בן השתיא geschlossen wurde«. (Wellhausen, Reste arabischen Heidentums, p. 103). Es sei auch auf die Notiz Baudissins ■(Studfen zur semit. Religionsgeschichte II, 170) hingewiesen: »die Anerkennung der den Quellen eignenden befruchtenden Kraft ist es auch, welche die spätere Sitte des Wasserschöpfens am Laubhüttenfeste veranlaßte, jener fröhlichen Feier zum Dank für den von Gott gespendeten Natursegen«. — Nach dem Buche »De Syria dea« (§ 13, § 48) war unter den zu Hierapolis in Syrien gefeierten Festen das größte jenes, in welchem man vom Meeresufer Schläuche voll Meerwasser, mit Wachs verschlossen, in den Teich des Heiligtums brachte, wo ein Heiliger (aXsx.Tpucov) die Schläuche öffnete. Nach einer anderen Beschreibung desselben Buches goß man das aus dem Meere geholte Wasser zu Hierapolis in einen Erdschlund«. Der Erdschlund *bildet aber die Verbindung mit dem Urgewässer. Er ist von Ewigkeit, oder von der Sündflut Zeiten her. — Das xao$ (xato, ya^a) ist ja das Gähnende, :Klaffende, der Urschlund. Nach Hesiod hat das Chaos nicht aufgehört zu sein. Auch als die Welt schon da war und bereits zwei Götzendynastien geherrscht hatten, existierte •der Urschlund noch. Er besteht in aller Ewigkeit (Schultz:

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