Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 547 (sequence 13)
- Language
- German
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Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien. 547 bewahrt. »R. Jehuda im Namen Rabs sagte: Der Fluch eines Weisen trifft in jedem Falle ein. Wodurch ist das erwiesen? von Achitofeh Als David die שיהין grub, wollte *die Flut (תהומא) die Welt überschwemmen [offenbar, weil sie. die Urflut durch diese Störung aufgeregt wurde]. Da sagte er: Ist es gestattet den Namen Gottes auf einen Scherben zu schreiben und diesen in die Flut zu werfen, damit sie an ihrer Stelle verharre? Da gab ihm niemand Bescheid. Da sagte er: wer etwas weiß und nicht sagt, soll ״erwürgt werden. Da zog Achitafel einen Schluß vom minder 'Wichtigen auf das Wichtige und sagte: Wenn es nach der Thora erlaubt ist, um Frieden zwischen Mann und Weib (Gatte und Gattin) zu stiften, den heiligen Namen •Gottes durch Wasser auslöschen zu lassen, um so mehr ist dies erlaubt, wenn es sich um die ganze Welt handelt«. Hier darf nicht unbeachtet bleiben, daß das Motiv: Mann und Weib in die Flutsage hineinbezogen ist, wie wir dies oben betont gesehen haben. Es ist klar, daß dieser merkwürdigen Erzählung alte Überlieferungen über die שיהין zugrundeliegen, die im letzten Ende zu erkennen nicht mehr möglich ist. Soviel steht aber fest: die ש יתין st etien im Zusammen hang mit d er U rf 1 u t, dem תהום. Womöglich noch interessanter ist die Parallelstelle dieser;pjv^’-Sage, nämlich jer. Sanhedr. X. *Als David die Kanäle {&s(jlsX10v תימיוסים — שיהין) für das Heiligtum grub, grub er 1500 Ellen tief und kam nicht auf den Grund des Tehom (תהום)♦ Endlich stieß er auf einen Stein und wollte ihn entfernen. Dieser aber rief: Du kannst es nicht! Warum? ״fragte er. Da sagte der Stein: »Hier in die Tiefe bin iph festgebannt«. Seit wann? fragte er. Darauf entgegnete der Stein: »Als Gott am Sinai sprach: Ich bin der Ewige dein *Gott, erbebte die Erde und;senkte sich; ich geriet hierher und bin nun hier :festgebannt in; die. •Tiefe« (תחומא>. Trotzdem hörte er nicht auf ihn und versuchte ihn. wegzuheben, da erhob sich die Flut und wollte die Welt überschwemmen«. 35*