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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 518

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
Landrabbiner und Landschreiber in Kurhessen
Date
1910-01-01
Page
Seite 518 (sequence 6)
Language
German
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518 Landrabbiner und Landschreiber in Kurhessen. Herren zur großen confirmation praesentieren; Wofern aber, der, sodie meisten Stimmen hat, das Ambt wegen einiger Hindernisse nicht übernehmen könte oder wolte, solcherfals wird der nachfolgende 2te oder 3te, worauf die mehrsten collegirten vota gefallen, dazu Berufen, daß also bey diesem modo eligendi gar keine passiones oder nebenabsichten mit unterlauffen können. Als Landesherrlicher Kommissar war Geheimrat Dr. Kopp bestimmt Zur Wahl 1716 wurden durchs Loos folgende Wahlmänner gezogen:!.Joseph von Obervorschütz, 2. Joseph von Reichensachsen, 3. Isaak von Schmalkalden, 4. Seligmann von Niedenstein, 5. Moses von Witzenhausenr 6. Heinemann von Sontra, 7. Salomon von Abterode,״ 8. Abraham von Gudensberg, 9. Levi Deutz von Eschwege,. 10. Aberle von Frankenberg, 11. Bendix von Roppershausen, 12. Levi von Treysa, 13. Jakob von Listingen, 14. Uri von Sontra, 15. Feibes von Holzhausen, 16. Bonwit von Lohra, 17. Jakob von Helmarshausen. Montag, den 20. Juli 1716, war der eigentliche Wahltag״ Als Kandidaten werden genannt: Meyer Schittloß in Polen, Bendix aus Fulda, Jeckel aus Marktbreit, Feist von Cremminau (Krzeminitz). Judas Mahler aus Deutz, Joseph von Breslau, Neßanel aus der Schweiz, Moses aus Schnattich, Mattes von Bingen, Henoch aus Schwaben. — Von den 17 abgegebenen Stimmen erhielt Feist aus Cremminau 9, Jeckel■ aus Marktbreit 5 und Joseph von Breslau 3. Die Wahl des Rabbiners Feist, der sich stets Veit Singer1) schrieb, wurde am 31. Juli 1716 vom Landgrafen bestätigt. Sein Amtsnachfolger war Hirsch Naftali von Kirchheim, 1754—1779. Diesem folgte Joseph Michel Kugelmann (פורת יוסף p), der auf dem Melsunger Landtage 1779 gewählt wurde. Kugelmann war aus Meimbressen bei Gassei gebürtig; er besuchte die Talmudschule in Fürth und hatte sich dort die für seim Amt nötigen Kenntnisse erworben. Die judenschaftlichem Vorsteher schreiben von ihm dem Landgrafen: »Kugelmannr x) Vorfahren der Famile Veit und Veit Simon in Berlin; seia Enkel heiratete die Tochter Mendelssohns.

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