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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 4 · p. Seite 501

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 501 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Besprechungen. 501 so doch die Reihenfolge der Benediktionen festgestellt hat. Dieser Annahme braucht sich die Wissenschaft ebenso wenig zu schämen, wie der andern, daß der Redakteur bei einer Arbeit von immerhin größerer Bedeutung nicht mit reiner Willkür vorgegangen ist. Ob es gelungen ist, seine Motive in jedem einzelnen Falle mit Sicherheit zu ermitteln, ist von nebensächlicher Bedeutung. — In dem S.47 ־ mitgeteilten, interessanten Text liegt m. E. nicht eine poetische Erweiterung der Tefilla vor, sondern eine Keroba* deren Teile in die einzelnen Benediktionen eingeschaltet wurden. In der Abschrift hat der Kopist die Benediktionen weggelassen und nur die Eulogien hingeschrieben. Die Ringworte können mich in dieser Annahme nicht schwankend machen. Der zweite Teil des Buches erhält eine mustergiltige literar- . historische Abhandlung über »den Kultus des Versöhnungstages in liturgischer Bearbeitung«, über die Aboda. Von den biblischen An• Ordnungen für den Opferdienst am Versöhnungtage ausgehend, zeigt der׳ Verf.,• wie sich der Kultus dieses Tages im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende weiter entwickelt hat und wie die Liturgie für denselben entstanden ist. So werden wir in die Literaturgeschichte der Aboda eingeführt und gleich mit der ältesten Komposition dieser Art׳, mit der von R, Airirani Gaon erwähnten Aboda שבעת ימים be« kannt gemacht, deren Identifikation mit der von den Ämoräern vorgetragenen Aboda (Joma 36 b und 56 b) alle Wahrscheinlichkeit für sich hat. Über das Wesen dieser Aboda konnten bisher nur Vermutungen geäußert werden; nun hat sie E. in vier Genisa-Fragmenten entdeckt und im Anhang (I, A—E) zum Abdruck gebracht. Sie ist wohl nicht komplett erhalten1), aber das: Vorhandene belehrt uns genügend über die ersten Keiüie, aus denen ein ganzer Literaturzweig hervörgegangen ist. Denn obwohl sich die erste Aboda im synagogalen Gottesdienste viele Jahrhunderte hiadufch behauptet hat, konnte sie doch nicht ganz befriedigen und sehr bald hat man den spröden Stoff dichterisch bearbeitet. Es entstand die älteste Dichtung auf diesem Gebiete, die anonyme Aboda אתל! הוננת, die für eine große Reihe von weitern Bearbeitungen vorbildlich war. Verf. entwirft nun eine treffliche allgemeine Charakteristik der Abodas, ihrer äußeren Form und ihres innern Gehalts, ihrer Vorzüge und Mängel, ג) S. 12 (des Ms.) Z. 15 ist für מזל zu lesen: ואיזל und die Lücke zwischen dieser und der folgenden Seite nach Ms. E auszu« füllen; ebenso die Lücke zwischen Seite 13—14. Ms. D fol. 2b, Z. 9 i. העצם für העוצם; z. 16 ונקוי für וניקו (wie z. 20). Was heißt das. שנטוו לך?

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