Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 465 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829827-2829832-2890074--38086-2890173- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ihren Anfängen bis zur Milte des 14. Jahrhunderts. 465 als zum Speyerer Bistum gehörig bezeichnet (F. Thudichum, Die Diözesen Konstanz, Augsburg, Basel, Speyer, Worms nach ihrer alten Einteilung in Archidiakonate usw. [= Tübinger Studien für schwär bische und deutsche Rechtsgeschichte. Bd. I nr. 2] S. 111 ff.). Zu 22. Karl IV. bestätigt durch Urk. vom 25. Nov. 1346 dem Erzb. Balduin von Trier die Pfandschaft (Wiakelmann, Acta imp. ined. II nr. 682). Zu 25. Eine Wiederholung der Verleihung erfolgt durch Karl IV. 1347 Dez. 13 Reg. Karl nr. 495). Zu 26. Da 1347 derselbe Pfandherr und dieselbe Pfandsumme, wie 1333, erscheinen, so haben wir es sicherlich in jenem Jahre mit einer Bestätigung zu tun. Zu 32. Der dem Regensburger Bürger, Gumprecht verpfändete Teil der Judensteuer wird 1322 um 400 Pfd. Pf. von den Regensb; Juden selbst eingelöst (Reg, rer. Boic. VI, 74). —Aus der Urk. d, d. 1333 Juni 2 (ebd. VII, 48) geht hervor, daß die Regensburger Juden- Steuer zur Zeit noch im Pfandbesitz der Herzoge von Niederbayern sich befindet; die Verpfändungsurk. Ludwigs d. B. d. d. 1342 Juli 14 (B., Reg. Ludw. nr. 2258) dagegen hat bereits ihre Einlösung von den genannten Herzogen — wenigstens zum dritten Teil — zur Vor* aussetzung. Zu 33. Wiederholung der Verleihung durch Heinrich VII. im Jahre 1309 (B., Reg. Heinr. nr. 132). Zu 3 4. In der Urk. Ludwigs d. B. d. d. 1346 Juli 27 heißt es: », . . wir veriehen etc., daz wir die gewoenlichn stiwer von Christen und Juden ze Nuernberg nicht mer verschaffen, versetzzen noch verkuemern sullen noch wellen, danne als sie ietzunt sint .. .« (Mon; Zollerana III, 143). Augenblicklich ist also die Nürnberger Juden- Steuer verpfändet; wir wissen nur nicht, wem und seit welcher Zeih Zu 35. Dem Burggrafen von Nürnberg muß vor 1333 Apr. 28 eine neue Anweisung auf die Würzburger Judensteuer gegeben worden sein; denn in einer Urk. Ludwigs d. B. d. d. 1333 Apr. 28 heißt es : >Wanne ouch die vorgenanten jaden ze Wirtzburg von dem bur־? grafen von Nurenberg ledig und 10z werdent umbe daz gut und äi ime iezund stent etc.« (Mon. Boica Bd. 39, 498). Zu 39. Zur Niedervogtei in Niederschwaben gehörte Heilbronn; vgl. Stalin, Württemberg. Gesch. III [1856] S. 122 Anm. 3. — Bestätig gung der Verleihung durch Karl IV. im J. 1348 (B.-H., Reg. Karl, nr. 530). Zu 43. Am 10. Febr. 1331 leistet Ulrich von Württemberg auf die Pfandschaft Verzicht (Oberamtsbeschreibung von Reutlingen II [1893] S. 178). Monatsschrift, 54 Jahrgang־. 30