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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 4 · p. Seite 456

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 4
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 456 (sequence 5)
Language
German
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456 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. Lehrer, wahrscheinlich an die Gemeinden der Diaspora gerichtet, zukommen ließ1). Noch gaben die babylonischen Lehrer die Hoffnung auf ein Einlenken Ben Meir’s nicht auf und richteten abermals geharnischte Schreiben an diesen, zum Teil jedoch noch mit gutgemeinten Mahnungen2). Von diesen ist uns im Original nichts erhalten3) und wir können uns hiervon, wie von Ben Meir’s Antwort, nur weniges aus Saadja’s Bericht rekonstruieren. Höchstwahrscheinlich haben, da alle weiteren Versuche, eine Verständigung herbeizuführen, fehlschlugen4), die Babylonier den ihrem Gegner angedrohten Bann über ihn verhängt5 6), worauf jener mit der gleichen *) Vgl. Bornstein a, a. o. s. 105: עד אשר באו האיגרות האחרונות אשר שלחם אלינו עטרת ישראל עדיינו היקר והנעים כג״ק מר׳ אהרן בירב עמרם נ״ע מושיע הדור אשר לא הטה אזנו לסור מחקי ה, usw. Unter diesen Briefen sind wohl nicht die Sendschreiben an Ben Meir zu verstehen, da sich die babylonischen Lehrer doch keineswegs eines Parteigängers des Gegners zur Übermittlung der Briefe bedient haben werden. 2) Vgl. dis schöne Stelle, die vielleicht dem dritten Schreiben angehört, bei Bornstein, S. 77 Ende: פבה אל אחריתך ואל אל יומין־1 אם עתה תכוש ולא תכלם עד •עולמים. 3) Epstein in Hagoren a. a. O. S. 140 und ebendort Anm. 1, meint, daß das in Saadyana Nr. IV, S. 16 fgg. und bei Bornstein, S. 87 ff., abgedruckte Stück einen Teil des dritten Sendschreibens bildete; indessen ist dessen ganzer Ton, der rein lehrhaft gehalten ist, und zudem von Ben Meir respektvoll als vom ראש ישיבה spricht, ganz im Gegensatz dazu gehalten. Höchstwahrscheinlich ist dieses Sendschreiben ganz am Anfang der Bewegung, noch bevor Ben Meir irgend einen Schritt getan hatte, ergangen, wie Bornsteiti, S. 87 am Ende der Vorbemerkung, mit Recht bemerkt. Vielleicht ist es gar ein Teil des Briefes, dessen Ende zuerst a. a. O., Harkavy, S. 213 Z. 1 5׳ von oben, veröffentlicht hat. Daß solche Versuche gemacht wurden, geht aus Saadja’s Bericht hervor, bei Bornstein, S. 76, Z. 15-ויתנו את ידם עוד לשלום :16״ בימינו לבלתי ידה נדה אין פרץ ויוצאת. 6) Vgl. ebendort, S. 75, Z. 18: ע״ב הצמיתו אותו. Mir erscheint allein Bornstem’s Auffassung richtig gegenüber der von Epstein, der es als Arabismus im Sinne von »schweigen machen« betrachtet. Derartige Arablsnien liegen Saadja’s hebräischem Stil fern.

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