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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 4 · p. Seite 446

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 4
Article
Die Ketubbah bei den Samaritanern
Date
1910-01-01
Page
Seite 446 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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446 Die Ketubbah bei den Samaritanern. Dokument dem Schwiegervater übergeben, der es behält. Das Datum wird sehr genau angegeben (Jahr, Monat) und nach beiden Seiten hin die Genealogie bis auf den Großvater hinaufgeführt; die Familie und der Wohnort der betreffenden Parteien wird ebenfalls genau verzeichnet. Zugleicher Zeit werden sie noch genauer charakterisiert durch ehrende Bezeichnungen, die umso überschwänglicher sind, je höher die Stellung der betreffenden Person in der Gemeinde ist. Ihren Höhepunkt erreichen diese Bezeichnungen, wenn es sich um einen Hohenpriester handelt (v. cod. 868). Das ist ungefähr der Umriß des Inhaltes der Ketubbah bei den Samaritanern. Nun werden auch weitere Unterschiede gemacht Wenn z. B. der Bräutigam zum zweiten Male heiratet. Er heißt dann nicht mehr התנא, sondern גברא, Ferner wird ein Unterschied gemacht in dem Mäher, wenn die Braut eine Witwe ist oder die Tochter eines Priesters. Im ersten Falle wird der Mäher auf die Hälfte reduziert und im letzteren um 1/5 erhöht. Wie' hoch hinauf lassen sich nun diese Bestimmungen, Summen, Titulaturen verfolgen, und inwieweit lassen sich Spuren oderParallelen hierzu bei Karäern und Juden nachweisen? Bekanntlich findet sich die älteste Spur einer solchen Urkunde einer Verlobung, die zugleich Verheiratung ist, im Buche Tobith VII, 13, 15, wo die Texte einigermaßen von einander abweichen. Der Grieche B., den ich mit als den altesten betrachte, nennt die Schrift, die Raguel aufsetzt, ßißliov ouvoizvicsü)?, Vulg. conscriptio conjugii, genau entsprechend dem samarätanischen Ausdrucke: מכתב הדביקה oder מכתב הזיבוג• In dem von mir herausgegebenen hebräischen Text des Tobit haben wir genau wie in den anderen Texten zuerst ein Gebet von seiten des Vaters der Braut, dann heißt es v. 11: »Und die Ältesten der Stadt versammelten sich dort Und setzten die Schrift auf, und sie segneten Gott und den Bräutigam und die Braut, und sie aßen und freuten sich mit großer Freude«. Und dasselbst v. 7 ein Gebet mit alphäbet. Akfostichon, welches diesen samaritanischen Gebeten

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