Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Ketubbah bei den Samaritanern
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 437 (sequence 5)
- Language
- German
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Die Ketubbah bei den Samaritanern. 437 gut für den Menschen, daß er allein sei, ich will ihm einen Beistand schaffen, wie er für ihn paßt. Da ließ der Ewige Gott, einen tiefen Schlaf auf Adam fallen, und er entschlief, und er entnahm eine von seinen Rippen und füllte ihre Stelle mit Fleisch aus. Alsdann gestaltete der Ewige Gott die Rippe, die er von Adam genommen, zu einem Weibe und brachte sie zu Adam. Da sprach Adam: »Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Diese soll Männin heißen, denn einem Manne ist sie entnommen. Darum verläßt einer seinen Va^ und seine Mutter und hängt seinem Weibe an, und von beiden wird ein Leib.« Gepriesen sei Gott. Es gibt keinen Gott außer einem! Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig! Gepriesen sei seine Herrlichkeit in Ewigkeit und immerdar!« (Deut. VI. 24, 25): Und der Ewige befahl uns, alle diese Satzungen zu befolgen, so daß wir den Ewigen, unseren Gott, fürchten, damit wir immerdar glücklich seien und er uns am Leben behalte wie bisher״ Und wir werden rechtschaffen vor dem Ewigen, unserem Gotte, dastehen, wenn wir darauf bedacht sein werden, alle diese Gebote zu befolgen, wie er uns befohlen hat.« (Deut. XXXI1I.4): »Ein Gesetz verordnete uns Moses, einen Erbbesitz für die Gemeinde Jakobs.« Gepriesen sei Gott, der sie uns gegeben, gepriesen sei unser Gott in Ewigkeit und gepriesen sei sein Name in Ewigkeit«. So weit der Priester. Und die Anwesenden stimmen den Gesang an, der in der Gemeinde der Samaritaner bekannt ist »Sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Es gibt keinen Gott außer einem, es gibt keinen Gott außer einem, es gibt keinen Gott außer einem! (Exod. XXXIV,6): »Der Ewige ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und reich an Huld und Treue!« Darauf sagt der Priester: »Gepriesen seist du, Ewiger, unser Gott«, und er segnet den Bräutigam und seine Frau und die Personen, die zugegen sind, segnen auch den