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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 4 · p. Seite 425

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 4
Article
Die talmudische Literatur der letzten Jahre
Date
1910-01-01
Page
Seite 425 (sequence 9)
Language
German
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Die talmudische Literatur der letzten Jahre. 425 ä'Ue Zeiten behauptet. Es ist überhaupt niemals der Versuch gemacht worden, ihm seinen Rang streitig zu machen. — Diese gegen alle Tradition verstoßende Hypothese ist in ihrem Kern nicht mehr neu und ihre Haltlosigkeit längst erwiesen1). Es ist daher nicht nötig und aus Rücksicht auf den Raum hier auch nicht möglich, auf eine neuerliche Erörterung dieses Themas einzugehen. Ich will nur bemerken, daß es auch unserem Verfasser nicht gelungen ist, auch nur einen einzigen beachtenswerten Anhaltsunkt für sie ausfindig zu machen. S. 91, Note 17־ Die Ansicht, daß der Ab-Beth-Din nicht in der Zahl der Mitglieder des großen Beth-Din einbegriffen war, teilen auch Raschi und Tossafoth Horajoth 4 b2}: TossafoSh Sukkah 51b bringen auch noch einen andern Beweis. Daß aber für die Folgen einer שגגת הרראד. die Anwesenheit sämtlicher Mitglieder notwendig war, muß auch Mahnonides3) zugeben, da dies die unbestrittene Voraussetzung m Babli ist. S. 92, Note 1. Maimonides, Einleitung zu Tohoroth, scheint Baba kamma 2b ולד gelesen zu haben. S. 107, Note 51. Midrasch ha־gadol S. 530:•ויאמר יעקב ♦4 ♦ותטהרו ממשמע שד ותטהרו מכלל שע״ז מטמאה. Raschi zu Gen. 35, 2: והטהרו מעבודת אליליים; vgl. Nacbmanides, Bach ja b. Ascher: והחליפו שמלותיכם למדך הכתב שנטמאו הם ובגדיהם מטומאת ע״ז ♦♦.. Diese Deutung scheint also geläufig gewesen zu sein. S. 112, Note 4. Zu dem Ausspruch R. Naüian’s, Sabbath 70 a, bemerkt der Verfasser: »Die Deutung R. Nathan’s wird in Mechiltha ליקהל Kap1 ״ unter seinem vollständigem Namen R. Jona״ tlian angeführt«. Dies erweckt den Anschein, als ob die Identität Nathan's mit Jonathan allgemein bekannt wäre. Diese beiden Lehrer können aber schon deshalb nicht eine Person sein, weil Jo hat kan 'ein Palästinenser und älter war als Nathan der Babylonier. Dann aber — wenn der Verfasser bloß meint, daß Nathan’s vollständiger Name Jonathan gewesen sei, ohne mit dem Lehrer dieses Namens identisch zu sein, was auch nur eine ganz unbegründete Vermutung ist, und nicht als etwas geläufiges hingestellt werden darf — folgt in der Mechiltha unmittelbar nach der Ausführung Jonathan^ eine von dieser abweichende Deutung NathatFs: רבי נתן אומר, noch deufclieber in Mechiltha des R. Simon ben Jochai: ורבי כחן♦ Richtig ist wohl die Meinung Frieämann’s, daß nämlich die erste Deduktion, die *) Vgl. Büchler, Das Synheärion, S. 169 ff. 2) So auch R. Schernaja aus Soisson. Vgl. Aptowitzer, Beiträge zur mosaischen Rezeption im armenischen Recht, S. 40. 3) Einleitung zu Horajoth; Komm, zu das. I, 4; שגגות, XII, 2.

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