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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 382

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 382 (sequence 10)
Language
German
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:382 Besprechungen. 3. Differenz, betreffend die dogmatische Stellung zu den mittels Deutungsregeln abgeleiteten Satzungen im talmudischen Schrifttum. Wahrend Maimonides die ans den 13 Regeln abgeleiteten Satzungen Worte der Schriftgelehrten (דברי ספרים) und der Rabbiner!;(לרבנן) nennt, die unter die Zahl der 613 Gebote nicht gehören, betr.acht.et Nachm, auch diese als sinaitisch überliefert (485). Gegen den Einwurf des Nachm., wie es denn möglich wäre, auf die Übertretung einer solchen Satzung die Todesstrafe zu setzen, wie es oft im Talmud geschieht, wenn diese nicht biblisch wären, sucht der Verfasser Maimonides in Schutz zu nehmen, in dem er meint. »Maimonides erkennt die Deutungen der Weisen mittels י״ג מלות nicht als überliefert an, sondern als eine selbständige und freie Geistesarbeit derselben. Die Weisen selbst waren aber von der Wahrheit und Richtigkeit ihrer Deutungen so sehr durchdrungen, daß sie für ihre aus dem Schriftworte abgeleiteten Satzungen mit allen Konsequenzen die Gleich- Wertigkeit mit dem Schriftworfe selbst, aus dem sie abgeleitet wur- . den, vi.n di zieren. Maimunis persönliche Stellung zu diesen Satzungen ist, daß er si$ dogmatisch als menschlichen und nicht göttlichen Ursprungs ansieht, daß wir jedoch gesetzlich verpflichtet sind, der durch das große Beth-din gesetzlich; sanktionierten Meinung derselben *uns unbedingt imterzuord.nen, ableich wir dogmatisch an die Riehiijgkeit ihrer Deutung zu glauben nicht verpflichtet sind« ,(487). Gegen diese Interpretation spricht die Stelle in der Einleitung zur Mischna .:^ומה שלא שמע בו פירוש מפי הנביא ע״ה מן הענינים המשתרגים מהם. הגצי דינם בסברות במהוו* השלש עשרה הנתונות על היז סיני שהתודה נדרשת בהן:, woraus hervorgeht, daß die י ג מלות sinaitischen Ursprungs sind. Ebenso spricht dagegen die Stelle im מ ■HD selbst 44 b (editio Leinberg 186,0) ואולי תחשוב שאגי כורח מלמנותם. להיותן בלתי אמתיות והיות הדין היוצא במלה ההיא אמת או בלתי. אמת 'ארן זו הסב^.; ... Aus dieser Steile, dieauch der Verfasser (488) anführt, geht doch unzweideitig Jqgpi or9 daß jbe) Malmuni jeder Zweifel an der Richtigkeit dieser;Deutungen ausgeschlossen ist. Auch klingt es uns unwahrscheinlich, daß Maimu^i Satzungen, von deren biblischen Charakter die Rabbinen jso durchdrungen waren, daß sie. auf deren :Übertretung die To derjstrjafe setzten, einfach als nichtbiblisch -hinstellgn sollte, wenngleich;er auch die ,Strafen .akzeptiert. Ajlelir auf diese interessante Materie;einzjngeiien, müssen wir uns hier versagen. ,4. Differenz, betreffend unsere Kalen^erbe^timmurig. Nach onfd.es ist die Bestimmung IVLonatsaufanges und jS9h^ltja^ü־es ein ausschließliches ]Recht des großen Beth-din iiti Xaride Israels. Und zwar soll die Bestimmung des n,euen Monates in

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