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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 335

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1910-01-01
Page
Seite 335 (sequence 3)
Language
German
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ihren Anfängen bis zur Milte des 14. Jahrhunderts. 335 günstige Gelegenheit, während der Vakanz des erzbischöfliehen Stuhles jene Frankfurter Einkünfte für seine eigenen Bedürfnisse zu verwenden. Für diesen Ausfall an Einnahmen hat er dem Erzstift keinen Ersatz geleistet. Erst Heinrich von Luxemburg versprach 1308 vor seiner Wahl zum König dem Erzbischof Peter, Gerhards Nachfolger, die von König Albrecht zu Unrecht eingenommene Summe von 1000 M. durch Anweisung auf einen Reichszoll zurückzuerstatten1). — Zu den 300 M. Cöln. Pf. jährlicher Einkünfte, die das Mainzer Erzstift bisher vom Reich als Pfand inne hatte2), kamen bei Beginn der Regierung Ludwigs d. B. noch 300 Pfd. hinzu; diese wurden dem Erzbischof Peter zur Bestreitung der Kosten überwiesen, welche die Bewachung und Instandhaltung der ihm verpfändeten Städte Oppenheim, Odernheim u. s. w. erforderte3). Das Mainzer Erzstift hatte also von nun an, da keine weiteren Verpfändungen an dasselbe mehr erfolgten, von den Frankfurter Juden eine jährliehe Einnahme von 300 M. Cöln. Pf.4) -f300 ־ Pfd. Heller 540 Pfd. Heller + 300 Pfd. Heller 840 Pfd. Heller zu *) M. G. Constit. IV, 224: d. d. 1308 Okt. 28: ». . . neenon mille marcas, quas (sc. rex Albertus) substraxit ecclesie Maguntinensi in ungelto et Judeis in Franckenfort in proxima vaccacione ipsius ecclesie Maguntinensis .. — König Albrecht war zu seinem Vorgehen nicht berechtigt gewesen; denn die Verpfändung war seinerzeit an den Erzbischof und an das Erzstift erfolgt: ». .. archiepiscopo (sc. Gerhardo) et ecclesie sue titulo pignoris obligamus..Böhmer- Lau a. a. O. I nr. 712. 2) Die Verpfändung der 500 Pfd. H. vom J. 1299 war, wie bereits oben erwähnt, nicht von langer Dauer gewesen; die 300 M. Cöln. Pf. dagegen wurden von Heinrich VII. und Ludwig d. B. bestätigt; Böhmer-Lau a. a. O. I nr. 930: Urk, Heinr. VII. d. d. 1310 Juni 10, ebd. II nr. 6: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1314 Dez. 20. 3) Böhmer-Lau a. a. O. II. nr. 12: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1315 März 7. 0 1 M. Cöln. Pf. U/ß Pfd. Heller, denn 250 M. Cöln Pf. =־ 450 Pfd. Heller; vgl. Böhmer-Lau a. a. O. II. nr. 715: d. d. 1340 Sept. 11 mit nr. 688: d. d. 1340 Jan, 24.

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