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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 334

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1910-01-01
Page
Seite 334 (sequence 2)
Language
German
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334 Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von Friedrich des Schönen am 9. Mai 1314 mit dem Erzbischof Heinrich von Cöln abschloß1). 1292 erhielt Gottfried von Eppenstein von Adolf von Nassau 25 M. aus der Jahressteuer als Erblehen2). Durch Kauf gingen diese 1340 in den Besitz des Frankfurter Schultheiß Rudolf von Sachsenhausen über3); hierzu erfolgte nachträglich des Kaisers Einwilligung4). 1297 gelangte Erzbischof Gerhard von Mainz in den Pfandbesitz von 300 M. Cöln Pf. jährlicher Einkünfte5). 1299 wurden ihm von König Albrecht weitere 500 Pfd. Heller überlassen6), die aber unzweifelhaft von 180J ab wieder dem Reiche zuflossen7). In dem Friedensvertrag, den König Albrecht mit dem Erzbischof Gerhard 1302 schloß, lautete ein Artikel: »daz ungelt und die iuden zu Frankenfurd, di sal er behalden recht, als unser breffe stant und kunik Adolfs, die er darüber hat, die brieffe sal er auch behalden«8). Doch das Mainzer Erzstift blieb nicht in ungestörtem Genuß der ihm verpfändeten Einnahmequellen. Nach dem Tode des Erzbischofs Gerhard benutzte König Albrecht die s) Lacomblet, U.-B. z. Gescb. d. Niederrheins III, 96: »Item Hartrado de Merenberg preposito Wephlariensi faciet viginti marcarum redditus tribus hallensibus pro denario computatis dari annis singulis de judeis in Frankenfurt . . . sibi ab imperio competentes«. 2) Böhmer-Lau a. a. O. nr. 619; Urk. Adolfs d. d. 1292 Nov. 3. — Die Zahlung der 25 M. an Gottfried soll freilich erst von Weihnachten 1293 an beginnen; hieraus erklärt sich auch die Wiederholung der Belehnung am 23. Apr. 1293 (ebd. nr. 633), wo übrigens als Münzsorte die Cöln. Währungsmark ausdrücklich genannt wird. 3) Ebd. II nr. 688: d. d. 1340 Jan. 24. ף Ebd. II nr. 715: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1340 Sept. 11. ß) Böhmer-Lau, Frankf. U.-B. I nr. 712: Urk. Adolfs 1297 Juli 7. 6) Ebd. nr. 750: Urk. Albrechts I. d. d. 1299 Okt. 3. — In dieser Urkunde erwähnt König Albrecht eine durch ihn erfolgte Bestätigung der verpfändeten 300 M. Cöln. Pf., die uns anscheinend nicht erhalten geblieben ist. 7) Vgl. Stobbe, Die Juden in Deutschland u. s.w, S. 47, 97, 230. 8) M. G. Constit. IV, 114 Z. 3 f.

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