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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1910-01-01
Page
333 (sequence 1)
Language
German
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Oie Reichssteuern der deutschen ludengemeinden von ihren Anfängen bis zur litte des 14. Jahr- - hunderts. Von Isert Rösel. (Fortsetzung.) 2. Die Jahressteuer der Frankfurter Juden. Im J. 1241 wurde die Frankfurter Judengemeinde von einer schweren Verfolgung heimgesucht1). Infolge derselben, scheint sie sich aufgelöstzu haben; denn erst 1281 erhalten wir wieder Kunde von Frankfurter Juden. In diesem Jahre gewährte nämlich König Rudolf dem Frankfurter Schultheiß Heinrich das Recht, von jedem daselbst sich künftig niederlassenden Juden eine Mark zu erheben3). Damit wollte er offenbar eine Vergrößerung der noch kleinen Gemeinde: erreichen. — Gehen wir zunächst auf die Verleihungen und. Verpfändungen der Frankfurter Judensteuer bezw. der Teile derselben näher ein. 1286 verpfändete Rudolf von Habsburg dem Grafen Adolf von Nassau 20 M. jährlicher Einkünfte von den Frankfurter Juden3). Diese Pfandschaft hörte in dem Augenblick auf, wo ihr Inhaber zum König gewählt wurde. Noch im Jahre seiner Wahl wurden dieselben 20 M. von Adolf von Nassau Gottfried von Merenberg versetzt4). Zum letzten Mal werden sie in einer Wahlkapitulation erwähnt, die Herzog Leopold von Österreich im Namen seines Bruders *) Aronius, Reg. nr. 529. s) Böhmer-Lau, Frankfurter U.-B. I nr. 442. 8) Ebd. nr. 513: Urk. Rud. d. d. 1286 Apr. 22. *) Ebd. nr. 622: Urk. Adolfs d. d. 1292 Dez. 13. — Aus dieser Urk. geht hervor, daß es sich um Mark Cöln. Pf. handelt.

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