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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 331

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Das Entschuldigungsgedicht Gabirols an Samuel ha-Nagid
Date
1910-01-01
Page
Seite 331 (sequence 11)
Language
German
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Das Entschuldigungsgedicht Oabirols an Samuel ha-Nagid. 33! Schuld, daß du mich mit deinem Zorne verfolgst (V. 13—14)? Mich schrecken deine Donner nicht, ich zittere nicht vor deinem Getöse (V. 15—16). Wollte ich mich mit kleinlichem Streite abgeben, dann würden »Wasser deine Steine zerreiben«, aber ich suche Recht und unterwerfe mich getrost deinem Richterspruch (V, 17 — 18)1 Was hast dualsogegen mich? Warum vergiltst du Haß für Liebe, warum ziehst du zu Felde gegen den, der dir treu und friedlich gesinnt ist (V. 19—26)? Hat dich Gott gegen mich gereizt — Dank ihm, bis du wieder versöhnt bist; sind es aber Menschen, die Verleumdung üben und Zwietracht säen — Fluch ihnen! Ja, Fluch den Verleumdern, die mir Fallen stellen, deinen Zorn wider mich zu lodernden Flammen anfachen, die wie Ziba, eigennützig und auf persönlichen Vorteil bedacht, treulos handeln und dich belügen (V. 27—31)1 Oder glaubst du wirklich, daß jemand — also ich — es gewagt hätte, seine Hand gegen dich zu erheben, dich abfällig zu beurteilen, dich, den größten der Leviten, den Sänger von Geburt; ich selbst würde jeden Nichtswürdigen niederstrecken, der etwa deine Zedern (deinen festgegründeten Dichterruhm) anzugreifen sich anschicken sollte, ich selbst würde jedem, der deiner Sangeskunst zu nahe treten sollte, warnend zurufen: Halt, du blamierst dich selbst, du bemühst dich vergebens, ihn wirst du nie erreichen, eher kann es dir gelingen, den Wind in deinen Fäusten zu sammeln (V. 32—39)1 Weiß ich doch sehr wohl, daß dir im Kreise der Sänger Heman und Asaf ein Ehrenplatz gebührt und daß dir diesen nicht allein deine Zugehörigkeit zum Stamme der Treuen (Levi), sondern auch deine Vollkommenheit, Redlichkeit und Gelehrsamkeit verbürgen (V. 40—42)1 Und nach diesen und den V. 43—52 folgenden Lobesworten beteuert der Dichter noch einmal, bevor sein Gedicht schließt, daß er ohne jede Nebenabsicht, also nur um die Wahrheit festzustellen, gesprochen habe:

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