Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die talmudische Literatur der letzten Jahre
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 7)
- Language
- German
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Die talmudische Literatur der letzten Jahre. 280 derh in strenger Folgerichtigkeit hat der Babli diese Mischnah nicht für den erwähnten Nachweis benützt. Rainer hat folgendes übersehen: 1. Nach der Ausführung Niddah 52 b vertritt R. Meie in der fraglichen Mischnah den Standpunkt der Mehrheit gegen einen einzelnen. Es kann also aus dieser Mischnah nicht abgeleitet werden, daß R. Meir als עשו חיזוק :יחיד lehrt. 2. Niddah 5 a wird von R. Meir hervorgehoben, daß er inbezug auf כתמים einen erschwerenden Standpunkt einnimmt: ד1 מאיר היא המחמיר גבי כתמים. Es kann daher aus einer Erschwerung R. Meirs betreffend כתם nicht das a 11 g e m e i ne Prinzip עשו חיזוק abstrahiert werden. S24 ־ Abs. 1. Vgl. Bertinoro und Tossafoth J0111 Tob z. St., Tm* II, N. 112. — Abs. 4 Vgl. Hai. Gedoloih, ed. Warschau, 58 a, ed. Berlin S. 136. Vgl. Poznanski in HivKedem 11, S, 30 N. 10. S. 25 Abs. 2. Vgl. אגור, ed. Rlmini, ,חמק למצד N. 704. Die u n־־ mittelbar vorhergehende Stelle zitiert Rainer S, 24 unt. — Abs. 3, כו&ה עליו את. הכלי־ auch beiChalava. —Abs, 4. bei Chalava: אמר יה ,ואם היה fehlt. — Abs. 5 lies: Sche’eltoth N. 74. -Auch in Halachoth Gedoloth ed. Warschau 56 b. Über die Quelle der Sche’el» toth vgl. Reif mann in Beth Talmud HI, S. 52, Buber ibid. S. 210 und Poznanski in Ha-Kedem I, 147 N. 10. — Ibid. Z. 6 von unten שיאמר. In den edd.: ללמר, S. 2ö Z. 3. Die stelle aus אמרכל in Coronells 26 חמשה קונטריסים b. S. 27 Abs. 2. Auch ed. Warschau 58 a, S. 28 Ahs4 ״ lies in der Sifrestelle ליפטד R. Hillel liest למלט ל. — In Jalkut ed. pr. und ed. Ven.: פטור ,של הפקר של פטור לפטור in der Bedeutung entlassen, freigeben. Die Emendation ia ב&לטיא ist daher nicht notwendig1). Vielmehr erscheint die LA des Jalkut die ursprüngliche zu sein, da durch פטור der Begriff הפקד deutlicher ausgedrückt wird als durch פלטיא. Die Stelle in den Novellen Chalavas beweist nichts, da בפלטיא bloß Verschreibung־ aus der unmittelbar vorher angeführten Jeruschalmistelle sein kann. Ja selbst פלטיר ,פלטר bedarf keiner Korrektur, es ist 7 — פוליטורrcoV/rr/,p&ov — Marktplatz, wie in J eraschalmi Schebiith VIII, 5 (37 c 17) und gibt unserer Stelle denselben Sinn wie יפלטיא S. 28 Abs. 5. הפקיר auch bei Chalava 7 b. Dort noch : מ כי ני י הו . . . *) Daß die fragliche Sifrestelle wörtlich in Mechiitha, ed. Hoffmann, S. 33 vorkommt und daß Hoffmann, ibid. Anm. 300, auf Grund des Jeruschalmi בפלטיא lesen will, ist Ginzberg und Rainer entgangen.